Facebooks Game of Drones [M2M Minutes]

Redaktion JAXenter
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Cisco plant IoT-Forschungszentrum in Berlin | General Electric veröffentlicht Maker-Modul „Green Bar“ | Facebooks Internet-Drohne 2015 auf der Startbahn | WunderBar mit 2,3 Millionen Dollar Venturekapital bezuschusst | Crowdfunding: Raspberry Pi B+ Sensor Connection Hat

Cisco baut IoT-Labor in Berlin

Cisco hat sich Berlin als Standort für eines von sechs Forschungslaboren für das Internet der Dinge ausgesucht.  Das „Internet of Everything Innovation Center“ soll nicht nur der Forschung und Entwicklung dienen, sondern den Kontakt zu Kunden, Partnern und universitären Einrichtungen suchen. 2015 soll das IoE Innovation Center eröffnet werden und bis dahin 23,3 Millionen Euro kosten. Dabei wird der Netzwerkausrüster nach Informationen von ITespresso vom Projekt openBerlin des Landes Berlin unterstützt.

Offenes Hardware-API: General El-hack-tric veröffentlicht „Green Bar“

Offenen Schnittstellen gehört die Zukunft – nicht nur, was Unternehmenssoftware betrifft, sondern auch im Reich der Hardware: General Electric stellt ein Open-Source-Modul zur Verfügung, mit dem sich intelligente Haushaltsgeräte von GE programmieren und steuern lassen sollen, wie MakeZine.com berichtet. Diese Aktion wurde im Rahmen des von GE lancierten Programms Firstbuild gestartet (s. Video), bei dem sich Maker und Designer an der Entwicklung und Gestaltung von neuen Produkten beteiligen können. Das SDK des „Green Bar“ genannten Boards steht auf GitHub zur Verfügung. Es basiert u. a. auf der Anwendungsplattform Node.js

Facebooks Game of Drones

Facebook träumt von Drohnen. Das weiß man spätestens seit den Übernahmegerüchten bezüglich des Drohnenherstellers Titan Aerospace, der dann doch von Google gekauft wurde. Facebook griff indes an anderer Stelle zu und kaufte für 20 Millionen US-Dollar das britische Drohnen-Unternehmen Ascenta. Den nicht ans Internet angebundenen Teil der Menschheit mithilfe von unbemannten Flugzeugen ins Web bringen – diese Vision verfolgen Google und Facebook gleichermaßen. Jetzt hat Yael Maguire von Facebooks Connectivity Lab die Pläne von Mark Zuckerberg & Co. im Gespräch mit Mashable genauer erläutert.

Zunächst die Einschränkungen: Die Drohnen – Maguire spricht wegen der negativen Konnotation lieber von „Flugzeugen“ – müssten oberhalb einer Flughöhe von 60.000 Fuß (18.288 Metern) fliegen. Nicht nur deshalb, weil sie damit „above the weather“ wären, wie Maguire ausführt, sondern auch, weil sie dann nicht der staatlichen Regulierung durch die US-Behörde Federal Aviation Administration (FAA) unterworfen wären.

Bei den langen Flugzeiten wäre Solarkraft der einzig denkbare Antrieb. Genau das ist eines der größten Assets und nicht zufällig der gemeinsame Nenner der Flieger von Titan Aerospace und Ascenta. Eine weitere Herausforderung: Die Drohnen müssten in etwa so groß sein wie ein Passagierflugzeug, dabei aber um einiges leichter. In Maguires Worten: Sie müssten so lang sein wie sechs oder sieben Toyota-PKWs, Modell Prius, aber so leicht wie die vier Reifen eines einzigen.   

Trotz allem soll 2015 die erste Facebook-Drohne den Luftraum erobern. Innerhalb von drei bis fünf Jahren sollen dann bereits Internetverbindungen über Drohnen möglich sein.

Starker ARM für das IoT

Der britische Konzern ARM, auf Prozessorlösungen spezialisiert, hat eine Mikrocontrollerarchitektur auf den Weg gebracht, die Prozessoren bei der Verarbeitung von Sensordaten auf die Sprünge helfen soll. Eine höhere Performanz und zusätzliche Funktionen soll das Cortex-M7 genannte Chipdesign ins Internet der Dinge bringen. Damit dürfte der Marktführer ARM seinen Vorsprung weiter ausbauen.

2,3 Millionen Dollar für Relayr

Goldene Zeiten für Relayr: Das Berliner Startup, Hersteller der WunderBar (siehe Interview „Die vernetzte Zukunft wird WunderBar“), erhält eine Summe von 2,3 Millionen US-Dollar von Investoren aus den USA und der Schweiz. Mit dem neuen Kapital möchte das Unternehmen seinen Standort in den USA ausbauen.

Bereits die ebenfalls 2014 beendete Crowdfunding-Kampagne für die WunderBar spülte mit 111.472 Dollar über 20.000 Dollar mehr in die Unternehmenskasse als ursprünglich angepeilt war.

Die WunderBar ist ein simples Launchpad, mit dem sich ganz ohne Hardwarekenntnisse Apps für das Internet der Dinge entwickeln lassen. Ihr unverkennbares Markenzeichen ist das Schokoladentafel-Design. 

Raspberry Pi B+ leichter mit Sensoren verbinden

Gute Ideen müssen nicht teuer sein. Das zeigt unser Crowdfunding-Projekt der Woche mit seinem bescheidenen Finanzierungsziel von 500 US-Dollar. Mit dem Board „Raspberry Pi B+ Sensor Connection Hat“ soll sich externe Hardware leichter mit dem neuesten Raspberry-Pi-Modell verbinden lassen. Die Spannungsdiskrepanz zwischen den Raspberry-Pi-Pins (3,3 Volt) und den meisten externen Geräten (5 Volt) überbrückt ein eingebauter Spannungskonverter. Kleinteilige Zusatzhardware ist also nicht mehr nötig. Für alle Pi-Schnittstellen bietet das Board Anschlüsse, die auf gängige externe Geräte abgestimmt sind. Noch gut einen Monat kann man das Projekt auf Kickstarter unterstützten.  

 

IoTCon 2015Die Internet of Things Conference geht in die nächste Runde und präsentiert vom 23. bis 25. März 2015 in München ein vielfältiges 3-Tage-Programm mit hands-on Power Workshops, Sessions und Keynotes. Themen wie Connected Cars, Smart Cities, Design, User Experience und 3-D-Druck sind ebenso Teil eines umfangreichen Konferenzprogramms, das renommierte IoT-Experten mit ihrem fachlichen Know-how und ihren persönlichen Best Practices bereichern. Die Konferenzteilnehmer der Internet of Conference erhalten freien Zugang zu den Vorträgen der parallel stattfindenden MobileTech Conference: www.mobiletechcon.de. Bis zum 11. Dezember sparen Teilnehmer mit den Frühbucherpreisen der Internet of Things Conference und erhalten zudem ein kostenfreies Tablet: www.iotcon.de/tickets Der Call for Papers ermöglicht Speakern bis zum 6. Oktober ihre Sessionvorschläge einzureichen: www.iotcon.de/cfp. Alle Informationen zur Internet of Things Conference finden sich unter: www.iotcon.de.
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