Suche

Extremistische Programmierung – kennen Sie Ihre Grenzen?

Judith Lungstraß

Programmierung kann imperativ oder funktional sein, objektorientiert oder modular. Ja, auch von Extreme Programming haben wir schon gehört. Aber ist Ihnen auch extremistische Programmierung ein Begriff?

Fangen wir von vorne an: Wikipedia zufolge ist Extremismus ein Begriff aus der Politik, der Einstellungen und Überzeugungen am äußersten Rande des politischen Spektrums bezeichnet. Radikal ist diese Einstellung und eindeutig negativ konnotiert.

Genauso radikal wie der politische Extremismus ist auch das Paradigma der extremistischen Programmierung, aufgestellt vom IT-Blogger Edward Z. Yang. Folgt man diesem Paradigma, erhebt man ein einziges Prinzip über alle anderen und wendet es an jeder Stelle des eigenen Projektes an. So könnte man beispielsweise ein Programm schreiben, das ausschließlich aus Funktionen besteht.

Der Nachteil dieser Programmierweise ist schnell erkannt: An manchen Stellen sind bestimmte Prinzipien eben einfach nicht anwendbar. Doch in genau diesem Nachteil liegt laut Yang auch gleichzeitig der Vorteil der extremen Programmierung, denn erst die Einsicht, dass ein Prinzip nicht geeignet ist, zeigt einem die wahren Stärken und Schwächen der Idee auf – die Essenz des Prinzips wird extrahiert.

Fazit: Während extremistische Programmierung im Arbeitsalltag unangebracht ist und zahlreiche Problemfelder öffnet, ist sie während des Studiums, in der privaten Weiterbildung und in der Forschung von großem Wert. Ganz nach dem Motto: Lernen Sie Ihre Grenzen kennen, rennen Sie möglichst oft mit dem Kopf gegen die Wand und werden Sie zu einem besseren Entwickler!

Geschrieben von
Judith Lungstraß
Kommentare

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.