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Evolution statt Revolution: Spring Framework 4.0 ist da!

Claudia Fröhling

Wie zuvor angekündigt und rechtzeitig vor den Feiertagen hat das Pivotal-Team Spring Framework 4.0 final freigegeben. Es ist das erste Major Release des Enterprise-Frameworks seit vier Jahren – Spring 3.0 war 2009 erschienen – und gleichzeitig der wichtigste Baustein für die noch im Entstehen begriffene Spring-IO-Plattform.

Dank ausgiebiger Vorarbeit in dem Milestones und Release Candidates sind die neuen Feautres von Spring 4 schon hinlänglich bekannt, wir wollen dennoch ein paar Highlights hier herausgreifen.

  • Ready for Java 8: Spring 4 unterstützt bereits jetzt alle neuen Features und Spracherweiterungen von Java 8, auf dessen Release wir noch drei Monate warten müssen. Der Support basiert derzeit auf den bereits verfügbaren JDK8-Builds und wird aktualisiert, sobald Java final erschienen ist.
  • Go reactive: Spring 4 macht sich bereit für die Mirco-Service-Zukunft. Monolithische Java-Architekturen gehörten der Vergangenheit an, im Fokus stehe nun eine Micro-Service-Architektur (MSA) und REST, heißt es in der Ankündigung. Diese Philosophie wird besonders deutlich beim Blick auf die Spring-IO-Plattform, mit ihren vielen Komponenten und Modulen wie Spring Boot, Security, Social, Data uw.
  • Damit zusammen hängt auch der Support für HTML5 und die WebSocket-Spezifikation in Spring 4. Das Spring-Fundament integriert STOMP, Spring MVC und client- sowie server-seitige Message-Broker.
  • Unterstützung zahlreicher Java-EE-7-Kompontenten wie JMS 2.0 oder JPA 2.1

Gewappnet für die Zukunft

In einen größeren Bedeutungszusammenhang stellte Spring-CEO Jürgen Höller Spring 4 im Gespräch auf der W-JAX in München. Als Teil des Unternehmens Pivotal sieht sich Spring in den Kontext neuer Anwendungsarchitekturen eingebettet. Und hier sind auch nicht JVM-basierte Middleware-Projekte, Big-Data-Komponenten wie Pivotal HD, asynchrone Architekturen mit dem Reactor Framework oder Neuerungen wie Spring Boot ein Thema – mit Spring als übergreifendem Programmiermodell.

Ausdruck dieser neuen Perspektive auf Spring ist die Spring IO Plattform, mit der das Enterprise-Java-Umfeld zwar weiterhin bedient wird, doch Brücken zu neuen Technologien und Anwendungsformen geschlagen werden sollen. „Ein stärkerer Middleware-Fokus und eine zukunftsorientierte Perspektive, die vom klassischen Enterprise Java doch stark abweicht“, nennt dies Jürgen Höller.

Spring 4 ist Evolution, keine Revolution

Das vierte Majore Release ist bei all den neuen Features und der neuen Plattform samt Micro-Service-Architektur als evolutionärer und nicht als revolutionärer Schritt zu verstehen. Denn Spring 4 bedient sich beim Programmiermodell der Vorgängerversion und verfeinert es. „Spring 4 ist eine konsequente Fortsetzung des pring-3-Modells“, so Jürgen im Interview.

Wir haben übrigens just in diesem Monat gutes Timing bewiesen und Spring IO zum Schwerpunkt des aktuellen Java Magazins gemacht. Eine Leseempfehlung für alle Spring-Interessierten. Einen Überblick über den Inhalt der Ausgabe findet sich auf der Magazinseite.

Geschrieben von
Claudia Fröhling
Claudia Fröhling
Claudia Fröhling hat in verschiedenen Redaktionen als TV- und Onlineredakteurin gearbeitet, bevor sie 2008 zur Software & Support Media GmbH kam und sich bis 2014 um alle Projekte des Verlages im Ressort Java kümmerte. Claudia hat einen Abschluss in Politikwissenschaften und Multimedia Producing. Ihr Google+ Profil findest du hier.
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