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Martin Schimaks Session von der W-JAX 2017

Break Your Event Chains: Langläufige Microservices & Domain-driven Design

Redaktion JAXenter

Ereignisgesteuerte Architekturen erlauben eine gute Entkopplung von Microservices und sind grundlegend für dezentrales Datenmanagement. Gleichzeitig kann die Servicekopplung durch unreflektierte Verwendung von Ereignissen auch unbeabsichtigt grösser werden – wenn etwa komplexe, mehrere Services berührende Ende-zu-Ende-Logik über direkt peer-to-peer laufende Ereignisketten implementiert wird. In seiner Session von der W-JAX 2017 zeigt Martin Schimak, Experte im Bereich Domain-driven Design, wie eine neue Generation leichtgewichtiger und hochskalierbarer State Machines und Process Engines die konkrete Implementierung von langläufigen Services erleichtert.

Das Extrahieren komplexer Geschäftslogik in dedizierte Services reduziert die Servicekopplung und ermöglicht es, das große Ganze im Auge zu behalten – und zwar ohne den wichtigen im Domain-driven Design verwurzelten Gedanken der Bounded Contexts zu missachten, und ohne die Autonomie der beteiligten Services und Teams einzuschränken oder gar die Entstehung von God Services zu begünstigen.

Servicegrenzen werden für Martin Schimak umso klarer und Service-APIs umso smarter, je besser er ihre potenziell langläufige Natur erkennt und beim Design in den Vordergrund stellt. Basierend auf umfangreicher Projekterfahrung bespricht er die Handhabung komplexer Abläufe, welche angemessene Reaktionen auf Fehler und Probleme erfordern, sowie Timeouts und kompensierende Geschäftslogik (Sagas) benötigen.

Break your Event Chains! from JAX TV on Vimeo.

Seit mehr als einem Jahrzehnt arbeitet Martin Schimak in komplexen Fachgebieten wie dem Energiehandel, der Telekommunikation oder auch der Organisation von Windkanaltests. Als „Coder“ hat er ein Faible für lesbare und testbare APIs und arbeitet gerne mit anspruchsvollen, aber schlanken State Machines und Process Engines. Als Domain-„Decoder“ treibt ihn besonders das Domain-driven Design (DDD) um, wobei er versucht, pragmatisch alles zu integrieren, was seinen Fokus von der Technologie auf den Nutzen verlagert. Er ist an mehreren Projekten auf GitHub beteiligt und spricht bei Meetups und Konferenzen wie zuletzt Exchange DDD, Explore DDD und O’Reilly’s Architecture. Auf plexiti.com bloggt er und publiziert auch in Magazinen. In seiner Stadt Wien organisiert er zudem Meetups rund um Microservices und DDD.
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