Erster Meilenstein für asynchrones Framework Reactor 1.0.0

Hartmut Schlosser

Ende Mai präsentierte uns SpringSource das neue Framework Reactor, mit dem sich asynchrone, datenintensive Anwendungen mit Java, Groovy und anderen JVM-Sprachen entwickeln lassen sollen. Jetzt ist das Reactor-Team einen Schritt weiter und stellt das erste Meilenstein-Release von Reactor 1.0.0 vor.

Bei Reactor handelt es sich um ein Grundlagen-Framework, das in verschiedenen Spring-Projekten seine Anwendung finden soll: Spring Integration, Spring Batch und das neue Big-Data-Projekt Spring XD werden genannt. Natürlich sind auch andere Einsatzszenarien möglich. Auch im Grails-Framework findet Reactor seinen Platz, und zwar in Form eines Ereignissystems auf Basis von Reactor.  

Seinen Namen hat das Framework vom eponymen Reactor-Pattern. Bei dem Ansatz werden Tasks in eine Warteschlange eingereiht und über eine fixe Anzahl von Threads abgearbeitet. Asynchrone Tasks verbrauchen auf diese Weise nicht je einen Thread. Im Reactor-Jargon heißt das, dass nebenläufige Service Requests über einen Service Handler gebündelt (demultiplex) und synchron an verschiedene Request Handler weitergeleitet werden.

Reactor 1.0.0.M1 bietet Unterstützung für Spring und Groovy. Gerade Groovy-Entwickler profitieren von den Closures, über die sich das Reactor Event Handling effizient steuern lässt. Reactor stellt zusätzlich Konstrukte wie die Kompositionshelfer Stream und Promise zur Verfügung.

Desweiteren bietet Reactor 1.0.0.M1 einen vollständigen TcpServer und TcpClient. Im Zusammenspiel mit der NIO-Library Netty soll ein Reactor Syslog-Server bis zu einer Million Messages pro Sekunde verarbeiten können.

Reactor-Entwickler Jon Brisbin erklärt die Funktionsweise detailliert auf dem SpringSource-Blog. Hier auf JAXenter lesen Sie zur Einführung am besten den Artikel von Eberhard Wolff zum Thema: Reactor – Asynchrones Framework von SpringSource. Ebenfalls empfehlenswert ist das nachstehende Webinar vom SpringSourceDev-Kanal:

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Hartmut Schlosser
Hartmut Schlosser
Hartmut Schlosser ist Redakteur und Online-Koordinator bei Software & Support Media. Seine Spezialgebiete liegen bei Java-Enterprise-Technologien, JavaFX, Eclipse und DevOps. Vor seiner Tätigkeit bei S & S Media studierte er Musik, Informatik, französische Philologie und Ethnologie.
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