Enterprise JavaFX: OpenDolphin 0.9 mit neuer Push-Funktion

Hartmut Schlosser

UI-Toolkits unterliegen einem schnellen Wandel – die Logik eines Anwendungskerns bleibt hingegen typischerweise über lange Zeiträume stabil. Die Präsentationsschicht auf dem Client von der Anwendungslogik zu trennen, ist deshalb eine weit verbreitete Strategie. Im Projekt OpenDolphin sorgt ein geteiltes Präsentationsmodell auf dem Server dafür, dass sogar unterschiedliche UI-Kits wie JavaFX, Swing, SWT und Eclipse RCP angesprochen werden können.

OpenDolphin wurde 2012 vorgestellt und wird maßgeblich durch den IT-Anbieter canoo vorangetrieben. Im Dolphin-Ansatz steuert die serverseitige Logik ein Präsentationsmodell, das den Präsentationszustand auf dem Client kapselt. Der Client bindet seine Darstellung an dieses Modell und ist nur noch für die Visualisierung von Status und Übergängen sowie für das Weiterleiten von Benutzereingaben an den Server verantwortlich.

Erschienen ist gerade die Version 0.9 von OpenDolphin, die neben den üblichen Bugfixes auch zwei interessante Erweiterungen bringt. Integriert wurde eine Push-Funktionalität, mit der die bi-direktionale Kommunikation zwischen Server und Client realisiert werden kann. Das Feature war bisher lediglich in Demos verwendet worden, findet sich nun aber offiziell mit einem einfachen API im OpenDolphin Core. Neu ist zudem ein OpenDolphin Webclient (OpenDolphin.js), der auf die Verwendung mit HTML5 und JavaScript/TypeScript zugeschnitten ist. Dieselbe OpenDolphin-Anwendung soll damit auf dem Desktop und im (Mobile) Web betrieben werden können.

Details zu OpenDolphin 0.9 findet man in den Release Notes. Die Neuerungen wurden auch bereits in einige Demos eingebunden. Eine Einführung in OpenDolphin gibt Dierk König im JAXenter-Artikel: Open Dolphin: Enterprise JavaFX.

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Hartmut Schlosser
Hartmut Schlosser
Content-Stratege, IT-Redakteur, Storyteller – als Online-Teamlead bei S&S Media ist Hartmut Schlosser immer auf der Suche nach der Geschichte hinter der News. SEO und KPIs isst er zum Frühstück. Satt machen ihn kreative Aktionen, die den Leser bewegen. @hschlosser
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