Enterprise Java meets Desktop Java: Dolphin 0.4 erschienen

Hartmut Schlosser

Das Projekt Dolphin tritt an, um ein serverseitiges Präsentationsmodell von beliebigen UI-Kits, vor allem JavaFX, Swing, SWT und Eclipse RCP, umsetzen lassen zu können. Soeben wurde die Version 0.4 von Dolphin freigegeben.

An die 15 Feature-Überarbeitungen wurden umgesetzt, darunter API-Verbesserungen für serverseitige Value Changes. Server-Aktionen arbeiten jetzt transparent auf Responses. Präsentationsmodelle und Attribute können nun ohne Casting gefunden werden.

Als einziger „Breaking Change“ wurde das „Linking“ Feature aus Dolphin entfernt. Beachten sollte man zudem, dass die Dolphin-Entwickler zukünftig den direkten Zugriff auf den Konnektor und den Model Store einschränken möchten. Empfohlen wird, wo immer möglich auf dophin facade (ClientDolphin und ServerDolphin) zurückzugreifen.

Im JAXenter-Interview beschreibt Dolphin-Entwickler Dierk König das Projekt wie folgt:

JAXenter: Project Dolphin soll die Server-seitige Applikationslogik mit verschiedenen Client-Technologien wie JavaFX, Swing oder Eclipse RCP verbinden. Kannst du kurz umreißen, wie diese Zusammenarbeit funktioniert?

Dierk König: Wichtig ist, dass die Applikation auf dem Server bleibt. Nicht umsonst ist das für viele Java-Anwender die bevorzugte Architektur. Es hat so viele Auswirkungen auf die Effizienz, Sicherheit und Betreibbarkeit, nicht zu reden von rechtlichen Implikationen der Software-Verteilung. Wenn man trotzdem sehr reichhaltige Visualisierungen auf dem Client haben möchte, war man bisher spürbar eingeschränkt.

Dolphin umgeht das Problem, indem die serverseitige Logik ein Presentation Model steuert, das den Präsentationszustand kapselt. Der Client bindet seine Darstellung an dieses Modell und ist nur noch für die Visualisierung von Status und Übergängen verantwortlich, wie auch für das Weiterleiten von Benutzereingaben an den Server. Dolphin stellt die dafür notwendige Architektur, Technologie und Infrastruktur zu Verfügung.

Alle Neuerungen in Dolphin 0.4 werden in den Release Notes beschrieben. Das komplette Interview mit Dierk König finden Sie hier: Dolphin macht JavaFX „Enterprise-ready“.

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Hartmut Schlosser
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