Enterprise Content Management und Business Process Management - JAXenter

Enterprise Content Management und Business Process Management

Abbildung 1 zeigt eine vereinfachte Darstellung von ECM, welches Komponenten des CM und BPM auf einer SOA implementiert. ECM und damit auch BPM werden als Teil der IT-Infrastruktur betrachtet, die so zusammen Dienste und Dienstleistungen für beliebige Endanwender zur Ausführung und Überwachung von fachlichen Aufgaben anbieten.

Abbildung 1 zeigt eine vereinfachte Darstellung von ECM, welches Komponenten des CM und BPM auf einer SOA implementiert. ECM und damit auch BPM werden als Teil der IT-Infrastruktur betrachtet, die so zusammen Dienste und Dienstleistungen für beliebige Endanwender zur Ausführung und Überwachung von fachlichen Aufgaben anbieten.

Als wichtigsten Aspekt verfolgt SOA das Konzept, dass jedes IT-Objekt hinter einer standardisierten Schnittstelle im Sinne eines anzufordernden Services erreichbar ist. Wenn dies gelingt, dann muss eine Anwendung, die einen Datensatz, eine bestimmte Information oder einen Systemaufruf anfordert, nichts anderes tun, als einen dann bekannten Service aufzurufen. Dieser Aufruf muss lediglich konform zu seiner veröffentlichten Schnittstelle sein. Es wird zum Beispiel dann IT-Systeme geben, die einen bestimmten Datensatz liefern (vielleicht das Foto zu einem bestimmten Schadensfall), ohne dass die nach dem Service fragende Anwendung wissen muss, wo das Foto ist, welche Anwendung dafür gerufen werden muss oder welche Formate zwischen den Anwendungen ausgetauscht werden müssen. Dies wird möglich, weil die Services ausreichend beschrieben und über ein zentrales Repository allgemein zugänglich sind. SOA implementiert damit das Konzept, das man heute auch unter dem Namen „Software as a Service“ kennt. Es ist dabei unerheblich, wie umfangreich die Einzelleistungen der verschiedenen Services sind. Im Sinne von ECM und BPM kann man damit erreichen, dass Teilkomponenten eines ECM als Service bereitgestellt werden oder dass in BPM komplette Geschäftsprozesse als Service an Dritte angeboten werden können.

Flexible Integration von Geschäftsprozessen und Inhalten

Zusammenfassend stellt sich das Zusammenspiel von ECM und BPM damit folgendermaßen dar: Geschäftsprozesse, die bestimmte Daten brauchen, um sie Endanwendern zu präsentieren, bekommen diese Daten zum Beispiel über einen Service, der von einem Content Management System angeboten wird. Auf der anderen Seite sollte bekannt sein, welche Daten wem zu welchem Zweck angeboten werden müssen, damit der Anwender in einem laufenden Geschäftsprozessvorfall die nächste richtige Aktion einleiten kann. Diese ist im günstigsten Fall bereits über ein Geschäftsprozessmodell identifiziert und wird von einer „process engine“ gesteuert, die – neben Menschen – auch vollautomatisierte Prozessschritte beinhaltet. ECM und BPM sind so über die jeweilig benötigten und bereitgestellten Inhalte und Daten untrennbar miteinander verbunden. Möchte man heute ECM oder BPM weitergehend umsetzen und vor allem flexibler als bisher zusammenbringen, dann eignen sich die Konzepte der SOA am besten, um die auf IT basierende Integration von Inhalten und Prozessen zu implementieren.

Roland Peisl ist bei der IBM Deutschland Research and Development GmbH im Bereich IBM Software Group und IBM WebSphere Business Process Management Competency Center

Weitere Informationen über SOA, ECM und BPM gibt es im Internet bei IBM unter:

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