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Endlich geschlüpft: Eclipse Che verlässt mit Version 4.0 den Inkubator

Dominik Mohilo

© Shutterstock.com/Michel Piccaya

Es ist immer ein kleines Highlight, wenn Projekte den Eclipse-Inkubator verlassen. Welche bessere Präsentationsplattform gäbe es da als die EclipseCon? Tyler Jewell, Eclipse-Che-Projektleiter und CEO bei Codenvy, nutzte seine Keynote auf der renommierten Konferenz, um das initial release von Eclipse Che (Version 4.0.0) bekannt zu geben.

Eclipse Che ist mehr als eine einfache IDE, es handelt sich um eine IDE-Plattform. Das Community-getriebene Ökosystem von Che umfasst eine Plug-in-Plattform, eine Cloud-IDE und einen Workspace Server. Selbstverständlich ist das Projekt Open Source.

Mit der Aktualisierung und dem Initial Release hat die Cloud-IDE von Eclipse Che einige Verbesserungen erfahren. Neben dem neuen Design werden nun deutlich mehr Programmiersprachen unterstützt. Auch der bestehende Support für Java wurde noch einmal überarbeitet, sodass Nutzer sich nun über Content Assist, verschiedene Formen des Refactorings, JavaDoc, Quick Fixes und Class Structure Navigation freuen können. Zudem basiert der neue Texteditor auf Eclipse Orion.

Die neuen Workspaces von Eclipse Che bestehen aus sogenannten Projekten und ihren Laufzeitumgebungen, die von Docker angetrieben werden. Che managt die Entwicklungsstadien und orchestriert sowohl den Projektstatus, als auch das Booten, Schieben, Visualisieren und Stoppen der Workspaces-Laufzeitumgebungen. Nutzer haben dabei jederzeit über Browser, CLI und APIs Zugriff auf ihre Projekte.

Diese vielfältigen Möglichkeiten des Zugriffs machen die Workspaces sehr mobil, sodass das Entwickeln an jedem Ort durchgeführt werden kann: sei es auf dem Desktop, dem mobilen Gerät oder in der Cloud.

Eclipse Che is moving development forward with a universal workspace. By making workspaces portable, they can relocate anywhere, giving development teams on-demand environments that can be part of an agile process.

Tyler Jewell, Eclipse Che Projektleiter und CEO bei Codenvy

Che kann auch als Workspace Server gehostet werden, wodurch ein gemeinsamer Zugriff auf Programmierservices durch Workspaces und Entwicklerteams möglich ist. Workspace-Umgebungen werden dazu mit einem Hostnamen ausgezeichnet und durch Remote Clients greifen Nutzer darauf zu. Dieses Feature nennt sich Collaborative Workspace Server.

Ein weiteres, wichtiges Feature ist die Erweiterbarkeit. Eclipse Che bietet ein Plug-in Framework, das sowohl die Individualisierung eingebauter Plug-ins sowie das Erstellen eigener Erweiterungen erlaubt.

Auch Stacks werden von Eclipse Che unterstützt. Entwickler können Projekte für jedwede Programmiersprache und jedes Framework erstellen. Die Laufzeiten können entweder aus den Image- und Stack-Bibliotheken gebaut oder aus dem DockerHub gezogen werden. Auch individuelle Images können mit Dockerfiles geschrieben werden.

Für Mike Milinkovich, Executive Director der Eclipse Foundation, ist Eclipse Che in jedem Fall ein großer Erfolg und ein zukunftweisendes Projekt:

Eclipse Che is rethinking the way IDEs are built and used by developers. It uses Docker, Java and JavaScript to create a more flexible and dynamic developer work experience. The initial feedback on Eclipse Che has been outstanding. The number of downloads and external contributions all point to Che being an incredibly successful open source project.

Aufmacherbild: HAVANA, CUBA, JUNE 18: Che Guevara painting over building in Old Havana . Taken 2004 in Old Havana, Cuba. von Shutterstock / Urheberrecht: Michel Piccaya

Geschrieben von
Dominik Mohilo
Dominik Mohilo
Dominik Mohilo studierte Germanistik und Soziologie an der Goethe-Universität in Frankfurt. Seit 2015 ist er Redakteur bei S&S-Media.
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