Ellison gegen Page: Zeugenlisten im Android-Streitfall vorgelegt

Hartmut Schlosser

Oracle und Google haben ihre Listen der gewünschten Zeugen im Android-Streitfall vorgelegt. Demnach will Oracle die Google-Hochkaräter Eric Schmidt (Googles Chairman und Ex-CEO) und Larry Page (Googles Mitbegründer und aktueller CEO) vorladen lassen, dazu gesellen sich Java-Erfinder James Gosling, der Sun-Veteran Scott McNealy sowie die Google-Mitarbeiter Tim Lindholm und Andy Rubin.

Oracle schlägt als Zeuge auch den eigenen CEO Larry Ellison vor und gibt sich damit offen, den Fall auf höchster Führungsebene zu klären. Die Google-Liste ist kürzer und enthält Namen wie Joshua Bloch, Tim Bray, Safra Catz und Jonathan Schwartz.

Derzeit ist allerdings noch unklar, ob es überhaupt zu einem Verfahren kommt. Während es wahrscheinlich ist, dass der angesetzte Termin 31. Oktober nicht gehalten werden kann, scheinen beide Parteien noch immer um die Frage der Einstellung des Verfahrens zu ringen. Eine außergerichtliche Einigung wurde in mehreren Verhandlungsrunden zwischen Oracle und Google diskutiert, an der auch die höchste Führungsebene Ellison und Page beteiligt war.

Bringen könnte Oracle eine solche Einigung sofortige Schadensersatzzahlungen, die sich zwar nicht in der zuvor geforderten Höhe von mehreren Milliarden US-Dollar bewegen würden, doch aber über der Grenze des dreistelligen Millionenbetrags liegen dürften. Zudem stehen Lizenzzahlungen im Raum, die Oracle eine Beteiligung pro Android-Device zusichern sollen. Oracle würde somit direkt von der Dynamik des Android-Marktes profitieren und langfristig weitere Millionen, wenn nicht Milliarden einstreichen.

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Hartmut Schlosser
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