Wohl bekomm’s!

Elixir 1.1 mit neuen APIs

Michael Thomas

© Shutterstock.com/spaxiax

Ein Jahr nach Veröffentlichung von Elixir 1.0 legen die Entwickler der funktionalen Programmiersprache für die Erlang Virtual Machine (BEAM) nach. Elixir 1.1 bringt u. a. neue APIs sowie Verbesserungen des Test-Frameworks und des Build-Tools mit sich.

Elixir 1.1 unterstützt Erlang 17 und 18. Allerdings handelt es sich den Entwicklern zufolge um die letzte Version, die Support für Erlang 17 bieten wird, weshalb sie ein baldiges Upgrade empfehlen.

Aufseiten der Standardbibliothek wartet Elixir mit rund 40 neuen Funktionen auf, wozu beispielsweise neue APIs für die Module Enum, Task und String gehören. Mit MapSet steht ein neuer Datentyp bereit, der die Set-API auf Grundlage einer Map implementiert. Auch ExUnit, Elixirs Test-Framework, wurde überarbeitet: So bietet es neue Optionen, die dem Nutzer u. a. das Überspringen von Tests via Tags (@tag :skip) erlauben. Im Hinblick auf das Build-Tool Mix versprechen die Elixir-Entwickler eine verbesserte Performance, die durch die Trennung der Übersetzungszeit-Abhängigkeiten von den Laufzeit-Abhängigkeiten realisiert wurde: Eine Datei wird nur noch dann rekompiliert, wenn eine ihrer Übersetzungszeit-Abhängigkeiten geändert wurde.

Als nichttechnische Änderung wurde zu guter Letzt ein für alle Projektmitarbeiter verbindlicher Verhaltenskodex (der beispielsweise persönliche Angriffe, belästigendes Verhalten und sexualisierte Sprache verbietet) eingeführt – ein Schritt, den in den vergangenen Monaten bereits mehrere – insbesondere quelloffene – Projekte und Communities unternommen haben. Mit dem Release einer neuen ExDoc-Version wurde auch die Elixir-Dokumentation überarbeitet.

Was ist Elixir?

Elixir wurde 2012 mit dem Ziel ins Leben gerufen, die Erweiterbarkeit und Produktivität auf der Erlang VM zu erhöhen. Elixir ist eine funktionale Programmiersprache, die Konzepte der Meta-Programmierung umsetzt. Zum Einsatz kommen ein Makro-Mechanismus für Klassen und ein Protokoll-basierter Polymorphismus, wie er beispielsweise auch in Clojure anzutreffen ist. Die Sprache ist dynamisch und setzt auf ein Tooling, mit dem Erlangs Möglichkeiten, nebenläufige, verteilte und fehlertolerante Anwendungen zu bauen, ausgeschöpft werden sollen.

Aufmacherbild: blue Potion in a bottle von Shutterstock / Urheberrecht: spaxiax

Geschrieben von
Michael Thomas
Michael Thomas
Michael Thomas studierte Erziehungswissenschaft an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz und arbeitet seit 2013 als Freelance-Autor bei JAXenter.de. Kontakt: mthomas[at]sandsmedia.com
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