Elasticsearch sichert sich 70 Millionen Series C Funding

Claudia Fröhling

Elasticsearch, die Firma hinter der gleichnamigen Big-Data-Lösung, hat sich diese Woche 70 Millionen US-Dollar Kapital von Investoren gesichert. Es ist bereits die dritte Runde Funding, die das Unternehmen in seiner 18 Monate jungen Geschichte erhält. Nach den ersten beiden Runden, in denen Elasticsearch einmal 10 und einmal 24 Millionen US-Dollar einstreichen konnte, ist dieses neue Funding die bislang größte Finanzspritze für das Unternehmen.

Elasticsearch setzt auf Lucene auf, unterstützt dabei aber von Haus aus die Aufteilung von Daten auf mehrere Shards und die Daten-Replikation, bei der die Shards auf einem oder mehreren Nodes dupliziert werden, was sich positiv auf Geschwindigkeit und Ausfallsicherheit auswirkt. Vom Grundprinzip her ist Elasticsearch ein dokumentenorientierter Data Store, in dem beliebig komplexe JSON-Objekte (documents) gespeichert werden können. Geboten wird eine verteilte, Multitenant-fähige Volltext-Suchengine mit einem RESTful Web Interface und Schema-freien JSON-Dokumenten. Geschrieben ist Elasticsearch in Java, die Features der Lucene Library werden via JSON und Java API verfügbar gemacht. Prinzipiell ist Elasticsearch aber sprachneutral, unterstützt werden neben Java auch JavaScript, PHP, Perl, Python und Ruby.

Elasticsearch ELK Stack

Die neue Finanzspritze wird das Unternehmen sicherlich in die Weiterentwicklung seines ELK-Stacks stecken. Dahinter verbirgt sich eine Kombination aus Elasticsearch, dem Logging-Tool logstash und der Datenvisualisierungs-Engine Kibana.

Zur Einführung in Elasticsearch sei die zweiteilige Serie von Bernhard Pflugfelder und Christian Meder im Java Magazin empfohlen: Suche mit anderen Augen – Elasticsearch unter NoSQL-Gesichtspunkten. Ein Interview mit Projekt-Gründer Shay Banon findet sich in Spotlight on: Elasticsearch auf JAXenter.com.

Elasticsearch 1.2.1 behebt kritische Bugs

Aktuell ist übrigens Version 1.2.1 des Open-Source-Projekts verfügbar. Das Release behebt kritische Bugs, die in der Vorgängerversion aufgetreten waren. Es wird dringend geraten, auf die neue Version zu aktualisieren. Mehr Informationen gibt es in unserer News.

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Claudia Fröhling
Claudia Fröhling
Claudia Fröhling hat in verschiedenen Redaktionen als TV- und Onlineredakteurin gearbeitet, bevor sie 2008 zur Software & Support Media GmbH kam und sich bis 2014 um alle Projekte des Verlages im Ressort Java kümmerte. Claudia hat einen Abschluss in Politikwissenschaften und Multimedia Producing. Ihr Google+ Profil findest du hier.
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