Geodaten, SQL-Zugriffe und weitere Ergänzungen

Elastic Stack 6.7: Maps, Uptime & neue Features für Elasticsearch

Florian Roos

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Die aktualisierte Version des Elastic Stack enthält neue Lösungen und erhebt einige bereits bekannte Features in den Status der Produktionsreife. In Elastic Stack 6.7 sind unter anderem Elastic Maps und Elastic Uptime, sowie einige Features für Elasticsearch enthalten.

Eine der beiden in Elastic Stack 6.7 neu eingeführten Lösungen ist Elastic Maps. Damit lassen sich die in Logs enthaltenen Geodaten visualisieren. So können nicht nur geografische Schwerpunkte im Datenverkehr optisch dargestellt, sondern Geodaten auf verschiedenen Ebenen miteinander in Zusammenhang gesetzt werden. So soll sich beispielsweise leicht erkennen lassen, ob ein Zusammenhang zwischen Naturphänomenen und Netzwerkausfällen oder veränderten Nutzerzugriffen besteht. Elastic Maps habt derzeit Beta-Status und kann in Kibana genutzt werden.

Elastic Uptime ist die Bezeichnung der jetzt verfügbaren Lösung für die Überwachung der Erreichbarkeit bzw. Funktionsfähigkeit von Systemen und Diensten. Das Tool soll in der Lage sein, Ausfälle oder verzögerte Reaktionen von Diensten eigenständig zu erkennen und bei Bedarf schon vor dem Aufruf eines Dienstes zu melden. Uptime stellt außerdem Logs, Metriken und APM-Daten zur Verfügung. Zusätzlich zu den integrierten Funktionen stehen auch APIs für erweiterte Überwachungsmöglichkeiten zur Verfügung.

Neue Features für Elasticsearch

Elasticsearch wird im Zuge dieses Releases ebenfalls mit frischen Features versorgt. Die bereits in Elastic Stack 6.5 als Beta eingeführte Cluster-übergreifende Replikation, ist nach offiziellen Angaben nun bereit für den Einsatz in der Produktion. Mit ihr können Nutzer Indizes zwischen verschiedenen Clustern replizieren. Damit sollen insbesondere die Themen Hochverfügbarkeit und Disaster-Recovery angesprochen werden, aber auch die Verringerung der geografischen Distanz zwischen dem Ablageort eines Indizes und seines Anwendungsservers bzw. Nutzers soll mit diesem Feature möglich werden.

Elasticsearch SQL stellt, durch die darin enthaltenen ODBC- und JDBC-Clients, einen neuen Weg für den Zugriff auf Elasticsearch-Daten-Backends zur Verfügung. Durch diese Clients kann kompatible Drittsoftware nun eine solche Verbindung aufbauen. Zudem können noch nicht mit Elasticsearch vertraute Nutzer mit der neuen Erweiterung Abfragen in der vertrauten SQL-Syntax gestalten und trotzdem die Features von Elasticsearch nutzen.

Mit dem in Elastic Stack 6.6. als Beta vorgestellten Feature zum Management der Lifecycles von Indizes (Index-Lifecycle-Management, aka. ILM), das jetzt produktionstauglich ist, können Richtlinien zur Speicherung und Verwaltung von Indizes definiert werden. Der Lifecycle eines Index besteht aus den vier Phasen heiß, warm, kalt und löschen. Über entsprechende Richtlinien kann bestimmt werden, wann ein Index in eine andere Phase wechselt. So soll eine Balance zwischen benötigter Performance und effizienter Ressourcennutzung erreichbar werden.

Der Elastic Stack 6.7 kann als Service in der Elastic Cloud genutzt oder in einer eigenen Umgebung betrieben werden. Version 7.0 des Stacks soll zeitnah erscheinen, Elastic Stack 7.0.0 Beta 1 wurde im Februar veröffentlicht. Online stehen weitere Informationen zu Elastic Stack 6.7 bereit.

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Florian Roos
Florian Roos ist Redakteur für Software & Support Media. Er hat Politikwissenschaft an der Technischen Universität Darmstadt studiert und erste redaktionelle Erfahrungen in den Bereichen Games und Consumer-Hardware gesammelt.
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