Elasticsearch 1.2.2 freigegeben

Redaktion JAXenter

Ein neues stabiles Release des Such-Servers Elasticsearch steht bereit. Nachdem in Version 1.2.1 kritische Bugs behoben worden waren, merzt 1.2.2 weitere Fehler aus. Die neue Version basiert auf Lucene 4.8.1. Windows-Nutzern und solchen mit hohen Indizierungsanforderungen wird besonders empfohlen, auf die neue Version zu aktualisieren. 

Translog, Dateisystem-Lock, Percolation

Der erste wichtige Bugfix betrifft den Transaction Log (oder Translog), der vorangegangene Änderungen aufzeichnet, persistiert und ggf. Daten wiederherstellt. Bei erhöhten Anforderungen kam es bei GET- oder Wiederherstellungs-Requests zu Fehleranzeigen, die immer dann verschwanden, wenn der Index gespeichert und damit eine neuer Translog erstellt wurde. Dieses Verhalten sollte nun nicht mehr auftreten.

Ein Fehler in Lucene 4.8.1 bedingte es, dass u. U. zwei Nodes dasselbe Datenverzeichnis verwendeten, wodurch Daten verloren gehen konnten. Der entsprechende Bugfix in Lucene 4.9 wurde nun auch auf Elasticsearch 1.2.2 angewandt.

Percolation, eine verfeinerte Suchfunktion nach vorher präzise definierten Kriterien, schob bei verschachtelten Dokumenten die Suchergebnisse in den Cache. Da der Cache nie geleert wurde, konnte dies zu einem Out-of-Memory-Fehler führen. Auch bei der Unterscheidung zwischen verschachtelten und nicht verschachtelten Dokumenten haperte es. Diese Probleme sind in der neuen Version behoben.

Die ausführlichen Release Notes und Downloads sind wie immer auf der Webpräsenz zu finden.

Was ist Elasticsearch?

Der Such-Server Elasticsearch setzt wie Solr auf Lucene auf, unterstützt dabei aber von Haus aus die Aufteilung von Daten auf mehrere Shards und die Daten-Replikation, bei der die Shards auf einem oder mehreren Nodes dupliziert werden, was sich positiv auf Geschwindigkeit und Ausfallsicherheit auswirkt.

Elasticsearch ist ein dokumentenorientierter Data Store, in dem beliebig komplexe JSON-Objekte (documents) gespeichert werden können. Geboten wird eine verteilte, Multitenant-fähige Volltext-Suchengine mit einem RESTful Web Interface und Schema-freien JSON-Dokumenten. Geschrieben ist Elasticsearch in Java, die Features der Lucene Library werden via JSON und Java API verfügbar gemacht. Prinzipiell ist Elasticsearch aber sprachneutral. Unterstützt werden neben Java auch JavaScript, PHP, Perl, Python und Ruby.

Ein akuteller JAXenter-Artikel von Valentin Zacharias informiert über die Neuheiten in Elasticsearch 1.2. Ein Interview mit Projekt-Gründer Shay Banon findet sich in Spotlight on: Elasticsearch auf JAXenter.com.

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