Schneller, sicherer, simpler sowie schöner

Elastic Stack 7.0 bringt Zen2 und ein neues UI für Kibana

Dominik Mohilo

© Shutterstock / yurchello108

Kaum ist Version 6.7 des Elastic Stacks veröffentlicht, erscheint auch schon das nächste Major Release. Mit an Bord des Elastic Stack 7.0 sind unter anderem Zen2, eine neue Koordinationsebene für Cluster in Elasticsearch, und ein vollständig überarbeitetes UI von Kibana.

Fast eineinhalb Jahre ist es her, seit das letzte echte Major Release von Elasticsearch und dem Elastic Stack veröffentlicht wurde. Damals umfasste das Update 2236 Pull Requests, was an sich schon eine beeindruckende Zahl ist. Für den Elastic Stack 7.0.0 allerdings wurden über 10.000 Pull Requests implementiert, auch die Committer-Gemeinde wuchs von 333 auf 861 an. Allein daran lässt sich erkennen, wie wichtig die Suchplattform und der Rest vom Stack, also Kibana und Logstash, sind.

Elasticsearch 7.0

Die meisten werden mit dem Elastic Stack vor allem die auf Apache Lucene basierende und in Java geschriebene Suchmaschine verbinden. Für Version 7 der Suchengine wurde die Koordinationsebene für Cluster, Zen Discovery, komplett neu geschrieben und von Grund auf redesignt. Die neue Koordinationsebene wurde auf den Namen Zen2 getauft und soll schneller, sicherer und einfacher zu nutzen sein.

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Neu ist auch der sogenannte Real Memory Circuit Breaker. Dieser soll Requests erkennen, die nicht bedient werden können und einzelne Nodes davor bewahren, instabil zu werden. Die Geschwindigkeit konnte an vielen Stellen durch den neuen Algorithmus Block-Max WAND gesteigert werden, der eine bestimmte Anzahl von Top-Ergebnissen herausfiltert, die anstelle tausender irrelevanter Ergebnisse vorrangig angezeigt werden.

Auch im Hinblick auf die Art und Weise, wonach gesucht werden kann, gibt es Neuigkeiten: Mit Intervallsuchen, die ab Elasticsearch 7.0 implementiert sind, können Daten gefunden werden, bei denen Suchbegriffe in einem bestimmten Abstand zu einander auftauchen. Außerdem werden von Elasticsearch Timestamps ab sofort auch im Nanosekundenbereich gespeichert, bislang wurde lediglich im Millisekundenbereich gearbeitet.

Kibana 7.0

Kibana setzt auf Elasticsearch auf und dient der Visualisierung von Daten. Dass bei einem solchen Tool die Usability ganz eng an das User Interface geknüpft ist, ist daher selbstverständlich. Das UI kommt in der neuen Version leichtgewichtiger und zurückhaltender daher, der Fokus liegt deutlich auf den Inhalten. Eine globale Navigation sorgt ab Kibana 7.0 dafür, dass man jederzeit zum Beispiel zwischen verschiedenen Arbeitsbereichen wechseln oder sich Breadcrumbs anzeigen lassen kann.

Der Dark Mode in Kibana 7.0 / Elastic Blog © 2019 Elasticsearch B.V.

Das Designteam hat sich zudem die Aufgabe gestellt, das User Interface konsistenter zu machen. Hierfür wurde ein neues Kibana UI Framework erstellt, dessen Erschaffung einen weiteren, angenehmen Nebeneffekt hatte: Endlich war es möglich, ein Dark Theme für Kibana bereitzustellen, was laut den Entwicklern das wohl am meisten geforderte Feature der letzten Jahre war.

Weitere Informationen zu Elastic Stack 7.0 gibt es im offiziellen Blog-Beitrag zum Release, außerdem findet ein Webinar statt.

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Dominik Mohilo
Dominik Mohilo
Dominik Mohilo studierte Germanistik und Soziologie an der Goethe-Universität in Frankfurt. Seit 2015 ist er Redakteur bei S&S-Media.
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