Einstieg in Spring dank Roo

Claudia Fröhling

Auch dieses Jahr wird die JAX wieder von vielen Ganztags-Workshops begleitet. Am Montag zum Beispiel findet ein Workshop für Spring-Einteiger statt. Eberhard Wolff wird den Teilnehmern vor allem dank Spring Roo die ersten Schritte im Enterprise-Framework erklären. Wir sprachen mit Eberhard imer Vorfeld über das Thema.

JAXenter: Der Spring-Workshop auf der (W-)JAX hat ja schon eine lange Tradition. Kannst du dich noch an deinen ersten Workshop erinnern?

Eberhard Wolff: Klar. Auf der JAX 2005 hatte ich eine Doppel-Session zum Thema Spring.
Nach dem Erfolg dieser Sessions habe ich dann auf der W-JAX 2005 den ersten PowerWorkshop gehalten. Damals habe ich auch an der erste Auflage meines Spring-Buchs gearbeitet und dann ging es mit Spring richtig los.

Der Workshop stellt meiner Meinung nach einen guten und kompakten Start in den aktuellen Stand der Technologie dar. Und natürlich sieht das Material jetzt ganz anders aus, so dass sich ein Teilnehmer des ersten Workshops im aktuellen Workshop sicher nicht langweilen würde. Ich selber finde ihn jedenfalls auch immer noch spannend.

JAXenter: In den letzten Jahren hat sich viel getan – seit diesem Jahr gehört Spring Roo zum Repertoire. Hat Roo die Spring-Entwicklung nachhaltig verändert?

Eberhard: Ich habe den Workshop dieses Jahr um Spring Roo ergänzt, weil damit die Entwicklung von Spring-Anwendungen wesentlich einfacher wird. Während ich vorher mit einem vorbereiteten Beispiel gearbeitet habe, das ich dann nur jeweils im Workshop ergänzt habe, starte ich jetzt mit einem leeren Workspace und baue alles komplett neu auf. Basierend auf dem Projekt lassen sich die Inhalte wie Dependency Injection, Web, Tranksationen und AOP recht leicht vermitteln. Ich denke, dass mit diesem Vorgehen und mit Spring Roo ingesamt gerade für Anfänger die Hürde zur Adaption von Spring wesentlich niedriger geworden ist.

JAXenter: Spring 3.1 steht vor der Tür – was sind für dich die wichtigsten Neuerungen?

Eberhard: Spring 3.1 bietet mit Features wie Web-Conversations, der Umgebungs-Abstraktion in der Konfiguration und der Cache-Abstraktion einige interessante Erweiterungen. Wenn man sich aber nur auf das Kern-Framework fokussiert, verpasst man die vielen Innovationen, die im Spring-Ökosystem gerade stattfinden. Dazu zählt zum Beispiel Spring Data, das nicht nur die Entwicklung von DAOs wesentlich vereinfacht, sondern auch einen einheitlichen Support für verschiedene NoSQL-Lösungen enthält. Oder Spring AMQP, mit dem Messaging-Systeme wie RabbitMQ recht einfach angesprochen werden können. Ich denke, dass diese Entwicklungen ebenfalls sehr spannend sind und ganz neue Bereiche erschließen.

Eberhard Wolff ist Gründungsmitglied der Java-Champions, Autor zahlreicher Fachartikel und Fachbücher und regelmäßiger Sprecher auf internationalen Konferenzen. Sein fachlicher Schwerpunkt sind Enterprise Systeme, Java, Spring und Cloud-Technologien. Er arbeitet als Architecture & Technology Manager für die adesso AG.

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Claudia Fröhling
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