Einkommens-Ranking nach Programmiersprache

Eric Herrmann

Ja, Java-Entwickler sind fast die Reichsten. Dies geht aus einer Studie hervor, die der neugierige Entwickler Ben Podgursky (Datenbank-Experte bei LiveRamp) in den vergangenen Wochen durchgeführt hat. Dafür hat er mithilfe von GitHub-Commit-Metadaten und dem Rapleaf API demographische Profile von GitHub-Organisationen erstellt. Diese hat er mit der Schätzung verrechnet, welche Programmiersprache in welchem Anteil in Organisationen eingesetzt wird. Letztlich blieben 26 Sprachen übrig, für die es je über 100 Probanden gab. Und angeordnet nach dem größten Einkommen fallen Puppet, Haskell und PHP mit durchschnittlich 67.000 Euro Jahreseinkommen hinten über, während Java XSLT und ActionScript mit rund 79.000 Euro das Feld anführen.

Podgursky selbst liefert erste Deutungsversuche für diese Zahlen. So weiß er, dass Haskell eher als akademische Sprache zum Einsatz kommt, und im Bildungssektor die Gehälter weniger großzügig sind als in der Industrie. PHP zieht aufgrund seiner flachen Einstiegsschwelle junge, unerfahrene Programmierer an, die oft auch niedrigpreisige Projekte annehmen. Java oder ActionScript hingegen kommen oft in Enterprise-Umgebungen vor, wo hohe Gehälter zum guten Ton gehören.

Freilich handelt es sich bei den auf GitHub öffentlich geteilten Repositorys stets um Open-Source-Projekte, sodass schon deswegen eine Abweichung der Probandengruppe von der realen Entwicklerwelt zu erwarten ist.

Fraglich bleibt dennoch, welche Schlüsse ein Entwickler aus den Daten ziehen soll. Hängt das Einkommen von der gelernten Programmiersprache ab? „[Solche Entwickler] irren sich gewaltig!“, sagt patio11 auf Hacker News. Es sind vielmehr persönliche Begabung und Standortfaktoren, die das Gehalt eines Entwicklers bestimmen:

Far more salient are negotiating skill, location, what company you work for, where you’re assigned in that company (profit center or cost center, favored project/division/etc or not, etc), and ability to use computer code as leverage to accomplish things that capitalism cares about.

Das vollständige Zahlenmaterial erhalten Sie im original Blog Post.

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Eric Herrmann
Eric Herrmann
Eric Herrmann war von 2012 bis 2013 als Redakteur bei Software & Support Media tätig. Sein Themenschwerpunkt liegt bei Webtechnologien, insbesondere PHP und JavaScript. Vor seiner Zeit als Online-Redakteur hat er Wissenschaftsjournalismus (B. A.) an der Hochschule Darmstadt studiert.
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