EclipseRT in Indigo: Equinox, Jetty, EclipseLink & Co.

Update Target Platform

Wer für unterschiedliche Runtime-Plattformen entwickelt, der kennt die Target-Plattform-Definition, die es erlaubt, eine maßgeschneiderte Zielplattform zusammenzubauen, auf der das Produkt lauffähig ist [13]. Die Benutzung einer Target-Plattform ist einfach – der Weg dahin aber nicht. Es dauert oft einige Zeit, bis man sich aus diversen Update-Sites alles herausgesucht hat.

Ein großes Problem war aber bisher die Pflege von Target-Plattformen – und eine wichtige Funktion gab es nicht: „Update“. Wollte man seine Target-Plattform aktualisieren, dann musste das alles manuell geschehen. Diese Qual hat ein Ende: Target-Plattformen können jetzt aktualisiert werden – für einzelne Software oder die gesamte Plattform. Das Update ist direkt im Editor der Target-Plattform-Definitionen durch einen Button-Klick ausführbar.

Abb. 4: Update Target Platform

Wenn es keine Updates gibt, dann bleibt die Target Platform unverändert. Dennoch mein Tip: Kopieren Sie sich die Datei und führen das Update auf der Kopie durch.

RTP – ein neues Runtime-Projekt

Das Aktualisieren von Target-Plattform-Definitionen ist jetzt also leichter geworden – aber es ist dennoch oft nicht einfach, sich die richtigen Komponenten zusammenzubauen. Da soll das neue Runtime Packaging Project (RTP) [14] helfen. Dort wird es für verschiedene Einsatzszenarios vorgefertigte Runtime Packages geben.

Abb. 5: Runtime Packages

RTP Packages können per Download installiert und als Stand-Alone-Projekt per Skript gestartet oder per Updatesite in Target-Plattformen als Einstiegspunkt genommen werden. Danke auch an das RTP-Team, das auf einer Seite [15] alle Informationen zu den diversen Runtime-Projekten zusammengefasst hat. Jetzt sollte es für jeden einfach sein, sofort den richtigen Einstiegspunkt zu finden. http://eclipse.org/rtp/examples/ sollte in der Bookmarkliste eines jeden Runtime-Entwicklers nicht fehlen.

Ausblick

Wer jetzt Lust bekommen hat, etwas mit EclipseRT-Projekten und Target-Plattformen auszuprobieren, der findet hier bei Kai Tödter [16] ein einfach nachzuvollziehendes Beispiel, das mit Equinox und Jetty arbeitet und dazu noch Vaadin als UI verwendet. Das Projekt enMOcs [17] ist ebenfalls ein rein auf Equinox und Jetty basierender Server zur Kommunikation zwischen Enterprise- und mobilen Anwendungen.

Weitere interessante Serverprojekte in EclipseRT sind Virgo [18] und Gemini [19]. Gemini hat sich zum Ziel gesetzt, diverse EE Module unter OSGi zur Verfügung zu stellen und dabei für den gesamten Lifecycle verantwortlich zu sein. Virgo ist aus dem SpringSource dm Server hervorgegangen und erleichtert die Entwicklung von Spring-basierten EE- und Webanwendungen unter OSGi. Es gibt also für die unterschiedlichsten Anforderungen sicher den richtigen Server im EclipseRT-Projekt – und wenn nicht, dann baut man sich seinen eigenen.

Im vierten Teil meiner Serie beschäftige ich mich dann mit den verteilten Versionskontrollsystemen Git und Mercurial – speziell mit den UI-Teamprovider-Plug-ins EGit und MercurialEclipse. EGit hat die lange erwartete Version 1.0 erreicht, und mehr und mehr Eclipse-Projekte werden auf EGit umstellen.

Meine Indigo Highlights

Meine persönliche Auswahl an Indigo Highlights:

  1. Überblick: Projekte, ReleaseTrain, Marktplatz, Democamps, …
  2. EclipseRT (RCP/RAP): Eclipse Riena, RCP, RAP, .
  3. EclipseRT (OSGi, Server): Equinox, Jetty, EclipseLink, Gyrex, .
  4. Tooling (DVCS): Egit/JGit und MercurialEclipse
  5. Tooling (UI): WindowBuilder
  6. Modeling (X): Xtext2, Xbase, Xtend2, …
  7. Modeling (EMF): CDO, EMFSTore, .
Ekkehard Gentz ist unabhängiger Softwarearchitekt und seit 30 Jahren im Umfeld von Businessanwendungen (ERP) tätig. Schwerpunkte sind modellgetriebene Entwicklung, OSGi-Anwendungen, sowie mobile Java Apps. Ekkehard ist Committer im Eclipse-Riena-Projekt und Projectlead der Open-Source-Projekte redView (http://redview.org), redVoodo (http://redvoodo.org), enMOcs (http://enmocs.org) und red-open (http://red-open.org). Ekke twittert @ekkescorner und blogged unter http://ekkes-corner.org.
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