EclipseRT im Indigo Release Train: Riena und RAP - JAXenter
Ekkes Indigo Highlights - Teil 2: RCP- und RAP-Entwicklung

EclipseRT im Indigo Release Train: Riena und RAP

Ekkehardt Gentz

Eclipse ist mehr als eine IDE – das sollte sich inzwischen herumgesprochen haben. Daher wird den Projekten, die sich unter dem Dach von Eclipse Runtime (RT) [1] versammeln, immer mehr Aufmerksamkeit entgegen gebracht. Angefangen hat alles mit der Rich-Client-Platform-Entwicklung (RCP) [2], die es erstmals ermöglichte, Businessanwendungen basierend auf Eclipse zu bauen. Was gibt es hier Neues im Indigo Release (Eclipse 3.7)?

Eclipse Riena veröffentlicht die Version 3.0

Zusammen mit Eclipse Galileo wurde vor zwei Jahren das erste Mal Eclipse Riena [3] unter dem Dach von Eclipse released. Eingebracht wurde Riena von der Firma Compeople, basierend auf ihren Erfahrungen mit einem Swing Smart Client. In den zwei Jahren hat sich Riena viele Freunde gemacht und wer meine Blogs liest, der weiß, dass ich auch dazu gehöre 😉

Riena hat es geschafft, Eclipse-RCP-Anwendungen einen neuen Look zu geben: Wer eine Riena-Anwendung sieht, der weiß nicht sofort, dass diese auf Eclipse basiert. Eclipse als IDE ist sehr vielseitig und jeder Entwickler baut sich die Views und Perspektiven so, wie er es gerne hätte. Für einen Businessanwender ist dies aber nicht von Vorteil, sondern eher verwirrend. Wie oft passiert es in Eclipse-RCP-Standardanwendungen, dass ein User alle Views geschlossen hat und nicht weiß, wie er sie wiederherstellt. Das Riena Team hat über viele Jahre das Verhalten von Businessanwendern analysiert und versucht, deren Wünsche an eine einfach und intuitiv zu bedienende Anwendung umzusetzen. All dies findet sich jetzt in Eclipse Riena wieder und kann einfach an eigene Wünsche angepasst werden. Wer also Businessanwendungen entwickelt, sollte sich Riena einmal ansehen.

Abb. 1: Riena RCP UI-Konzept

Riena ist nicht nur eine Standalone-Clientanwendung, sondern beinhaltet ebenfalls Serverkomponenten, beachtet Security-Anforderungen und erleichtert die Entwicklung durch strikte Trennung von UI und Controller. SWT Widgets werden durch Riena als Ridgets zur Verfügung gestellt, die bereits auf den Einsatz in Businessanwendungen ausgelegt sind. Prüfungen (Validation), Mussfelder, sowie Markersupport sind bereits enthalten.

Was gibt es im Indigo Release Neues beim Riena-Projekt? [4]

Look-and-Feel-Erweiterungen

Ein wichtiger Bestandteil von Riena ist die Anpassung des Look and Feel (LnF). Über entsprechende Konstanten (LnfKeyConstants) für Fonts, Farben, Hintergründe lässt sich das Aussehen leicht steuern.

Abb. 2: LnF bei Riena ist leicht anpassbar

Auch im 3.0 Release sind wieder einige neue Steuerungsmöglichkeiten hinzugekommen:

  • NAVIGATION_SCROLL_BAR steuert, ob es eine vertikale Scrollbar im Navigationsbereich geben soll.
  • ROW_ERROR_MARKER_BORDER_THICKNESS entscheidet, wie dick der Rahmen ist, der um ein Feld mit fehlerhaftem Inhalt gezogen wird. Wer keinen Rahmen möchte, kann Felder auch mit einem kleinen Icon dekorieren.
  • MODULE_GROUP_xx_BORDER_COLOR (xx = ACTIVE, PASSIVE, DISABLED) beschreibt die Rahmenfarbe um eine Modulgruppe abhängig vom Zustand.

Schon anhand dieser LnfConstants lässt sich ersehen, wie detailliert das LnF einer Riena-Anwendung anzupassen ist. Mit Version 3.0 können sogar so langweilige Sachen wie eine SWT – Dialogbox mittels LnF angepasst werden.

Abb. 3: Dialog Box mit LnF
Geschrieben von
Ekkehardt Gentz
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