Neues zu Eclipse Che, TypeFox und dem Ärger um die LaunchBar

Eclipse Weekly: Neuigkeiten aus dem Land der Sonnenfinsternis

Dominik Mohilo

(c) shutterstock.com / solarseven

Willkommen bei Eclipse Weekly! Ab sofort werden jeden Dienstag an dieser Stelle die neuesten Entwicklungen rund um die beliebte Eclipse-Plattform beleuchtet. In dieser Woche gab es wieder kontroverse Diskussionen über die LaunchBar, die „Cloud-IDE-Revolution“ hat einen wichtigen Schritt in Richtung Erfüllung getan und TypeFox hat das Licht der Welt erblickt.

Hiermit taufe ich dich auf den Namen…?

Eclipse Mars+1

Die Namensgebung in Eclipse ist – wie bei Android – immer ein wichtiger Faktor. Anders als bei Googles Betriebssystem, werden die Namen für die neueste Eclipse-Version von den Mitgliedern der Community bestimmt. Während in Android seit Cupcake immer eine Süßigkeit der Namenspate ist, ist es bei Eclipse stets ein Begriff aus der Astronomie oder der Wissenschaft. Die aktuelle Version, Mars, wird im Juni durch Neon abgelöst. Die ursprüngliche Abstimmung, an der 367 Mitglieder der Community teilnahmen, ergab allerdings einen anderen Gewinner: Neptune. In der zugehörigen Diskussion erklärte Mike Milinkovich, dass es laut der externen Rechtsberatung der Eclipse Foundation Probleme mit allen vier Gewinnern gäbe. Newton ist ein eingetragener Markenname von Apple, aber auch Neo, Nova und eben Neptune seien rechtlich nicht problemlos verwendbar. In einer neuen Umfrage gewann dann Neon vor Narvi und Nomad.

Eclipse Neon+1

Auch für den Nachfolger von Eclipse Neon ist bereits ein Name gefunden. Bei der Umfrage in der Eclipse Community, an der 274 Mitglieder teilnahmen, gewann der Name Oxygen vor Odyssey und Osiris. In der zugehörigen Diskussion wurde der Name von Mike Milinkovich als offizieller Nachfolger angekündigt, was wohl bedeutet, dass die Rechtslage geklärt ist.

Extras for Eclipse

Wie bereits von uns berichtet, haben die Macher von Clean Sheet ein neues Projekt mit dem Namen Extras for Eclipse gelauncht. Diese Sammlung von nützlichen Funktionen erleichtert die Arbeit mit der Eclipse IDE durch einige Tastenkürzel, eine neue JUnit-Statusleiste und einige neue Dialoge.

Eclipse Che

Es ist etwa zwei Wochen her, seit die Entwickler von Eclipse Che die Beta-Version von Che 4.0 veröffentlicht haben. In einem Artikel stellten sie die Highlights des Projektes vor. Ian Skerrett veröffentlichte auf Planet Eclipse nun einige Zahlen. So soll die Beta-Version von Eclipse Che bereits die 100.000 Downloads geknackt haben. Das GitHub repo hat mittlerweile 1500 Sterne und 200 Forks erhalten.
Auch InfoWorld berichtete über die Next-Generation-Eclipse-IDE und nannte das Projekt, unter anderem wegen der umfangreichen Docker-Integration, die „Cloud-IDE-Revolution“.

Weitere Stimmen von Twitter:

just tried #eclipse #che and the integration of #docker inside is f***ing awesome ! still a beta but #che is the future of developper IDE
— m42™ (@michoo_42) February 6, 2016

#EclipseChe looks just amazing… https://t.co/dvVa4gUX0G #Eclipse #Java #IDE
— Alejandro Matos (@amatosg) January 29, 2016

Holy shit, Eclipse’s next-gen IDE looks awesome https://t.co/6eXmNRB6RW
— Matthew Hall (@qualidafial) February 2, 2016

Ärger um die LaunchBar

Kein allzu schöner Anblick: Die übergroßen Symbole der Launchbar / Quelle: http://cdtdoug.ca

Kein allzu schöner Anblick: Die übergroßen Symbole der Launchbar / Quelle: http://cdtdoug.ca

Vor wenigen Tagen berichtete Doug Schaefer ausführlich über die Probleme, die bei der Erstellung der LaunchBar auftraten. Viele Nutzer fanden die LaunchBar mit Symbolen im 32×32-Pixel-Format zu breit, die Icons wurden nun verkleinert. Die bisher in der LaunchBar angezeigten Symbole sind – das wird viele Nutzer freuen – nur Platzhalter, die in Bälde von professionellen Grafik-Designern ersetzt werden. Das Problem, dass die LaunchBar nicht so recht ins übrige Design der Eclipse-IDE passt, wird nicht zu lösen sein, denn das ist auch gar nicht das Ziel, so Schaefer. Die LaunchBar soll allerdings ein optionaler Teil von Eclipse werden, um eine möglichst breite Gruppe an Nutzern zufriedenzustellen. Dass dies nicht immer möglich ist, weiß auch Doug Schaefer. Er will sich dennoch alle Mühe geben, die LaunchBar für einen möglichst großen Teil der Community attraktiv zu gestalten.

V8 versus Nashorn

Für sein Projekt Java-APIs Zugriff auf den LanguageService von Typescript innerhalb einer Java-Applikation zu geben, hat Tom Schindl zwei Wege definiert, den Service anzusprechen. Entweder über den Speicher (Memory) oder über einen separaten Prozess. Für die Speicher-Variante hat er zwei Wege implementiert, die JavaScript-Quellen zu laden:

  • Nashorn
  • V8 (mit Hilfe von j2v8)

Dabei ist j2v8 wesentlich schneller, es bringt allerdings zwei Nachteile mit sich, dies als einzige Möglichkeit zu definieren:

  • Es müssen für jedes Betriebssystem verschiedene native Binaries zur Verfügung gestellt werden.
  • V8 muss bereitgestellt werden, was möglicherweise ein Problem darstellen kann.

Für Projekte empfiehlt der Entwickler V8 zu verwenden, wenn j2v8 verfügbar ist, andernfalls solle man besser auf Nashorn zurückgreifen.
LanguageService bringt für Editoren hilfreiche Features wie beispielsweise Outline, Auto-complete und Error Diagnostic.
In diesem Video hat Tom Schindl aufgezeichnet, wie er die oben genannten Prozesse in sein JavaFX-Editor-Framework implementiert hat.

TypeFox

Die Entwickler des Xtext-Frameworks haben ihr eigenes Unternehmen gegründet und es TypeFox genannt. Die Webseite ist nun online und birgt weitere Informationen über TypeFox. In ihrem Blog berichten die Gründer natürlich über alles Wichtige rund um Xtext und Xtend. Außerdem verspricht Sven Efftinge regelmäßige Beiträge unter anderem über das Erstellen von Programmiersprachen und Code-Generatoren. Ein monatlicher Newsletter, in dem über alles Aktuelle berichtet wird, kann auf Seite des Blogs abonniert werden.
Das Team von TypeFox soll zudem in den nächsten Wochen wachsen – wir sind gespannt und wünschen viel Erfolg.

Terminate and Relaunch

Für alle, die das Kontextmenü „Terminate and Relaunche“ verwenden, gibt es möglicherweise bald gute Neuigkeiten: Jeremie Bresson hat vorgeschlagen, die Idee von Marin Lippert, eine Erweiterung der Eclipse Toolbar umzusetzen.

Derzeit ist es lediglich möglich, Applikationen direkt im Kontextmenü zu terminieren und neuzustarten. / Quelle: http://jmini.github.io

Derzeit ist es lediglich möglich, Applikationen direkt im Kontextmenü zu terminieren und neuzustarten. / Quelle: http://jmini.github.io

Es soll so zukünftig möglich sein, Applikationen von überall zu terminieren und neu zu starten. Unter Bug 487554 können Nutzer diese Option diskutieren.

So könnte in Zukunft eine Erweiterung der Eclipse-Toolbar aussehen. / Quelle:  http://jmini.github.io

So könnte in Zukunft eine Erweiterung der Eclipse-Toolbar aussehen. / Quelle: http://jmini.github.io

Kaum eine Community ist aktiver und innovativer als die der Eclipse IDE. JAXenter hat das Ohr am Puls der Entwicklungsumgebung und berichtet wöchentlich über die neuesten Entwicklungen und die spannendsten Geschichten rund um Eclipse.

Aufmacherbild: The Moon covering the Sun in a partial eclipse. von Shutterstock.com
Urheberrecht: solarseven

Geschrieben von
Dominik Mohilo
Dominik Mohilo
Dominik Mohilo studierte Germanistik und Soziologie an der Goethe-Universität in Frankfurt. Seit 2015 ist er Redakteur bei S&S-Media.
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