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Neues aus dem Land der Sonnenfinsternis

Eclipse Weekly: Kura 3, Open IoT Testbeds & der Eclipse Oxygen Splash Screen

Dominik Mohilo

© Shutterstock.com / solarseven

Die Eclipse IoT Working Group ist eine, wenn nicht sogardie aktivste Gemeinschaft innerhalb der Eclipse Foundation. Mit der Veröffentlichung gleich zweier Projekte haben sie den April ausklingen lassen: Eclipse Kura erschien in Version 3.0 und damit ein wichtiger Meilenstein für den Bereich Edge Computing. Außerdem wurde eine neue Initative mit dem Namen Open IoT Testbeds gegründet und wer schon jetzt einen Blick auf den neuen Eclipse Oxygen Splash Screen werfen möchte, ist bei uns ebenfalls goldrichtig.

Eclipse Oxygen Splash Screen enthüllt

Eclipse Oxygen ist nur noch rund sieben Wochen entfernt und endlich gibt es den finalen Splash Screen zu bewundern. Wie Kat Hirsch im Bug 503070 verkündete, wird der Splash Screen wie folgt aussehen:

Der Eclipse Oxygen Splash Screen / Quelle: Eclipse Foundation

Für alle, die den Splash Screen oder seine Einzelteile zu Promotionszwecken nutzen möchte, kann sich die Bilddatei und ihre Einzelteile im oben verlinkten Bugreport herunterladen. Genaue Informationen zu den Nutzungsbedingungen gibt es dort, zusammengestellt von Ian Skerrett, ebenfalls.

Eclipse Kura 3.0

Das Open Source Framework Eclipse Kura, das für die Erstellung von IoT-Gateways entwickelt wurde, hat vor wenigen Tagen einen neuen Meilenstein erreicht. Mit Eclipse Kura 3.0 wurden einige Features hinzugefügt, die den Prozess der Verbindung von IoT-Endgeräten mit IoT-Gateways und IoT-Cloud-Services deutlich erleichtern sollen. Das sogenannte Edge Computing stellt nacch wie vor eine große Herausforderung dar und dank der neuen Funktionen könnte es für Entwickler zukünftig leichter werden, diese zu meistern.

Besonders die Interoperabilität, die Konnektivität und die Hardware-Integration sind jene Bereiche, die das aktuelle Update auf Kura 3 abdecken soll. Um dies zu gewährleisten wurde unter anderem ein neues Modell eingeführt, das die Kommunikation zwischen den Geräten und dem Gateway vereinfacht. Dieses verkapselt verschiedene Protokolle wie Modbus und OPC-UA und erstellt dann ein digitales Image eines Geräts, das dann einfach mit dem Gateway und der Cloud verbunden werden kann.

Mit an Bord ist auch Kura Wires, ein neues modulares und visuelles Tool zum Programmieren von Datenströmen. Kura Wires erlaubt es dem Nutzer, die Datenerfassung und das Processing von Pipelines durch einfaches Herauspicken von Komponenten aus einer Palette und deren anschließender Verknüpfung zu definieren. Neue Komponenten können hierbei über den Eclipse IoT Kura Market bezogen werden.

The release of Kura 3.0 and the first milestone release of Kapua mark an important step in the evolution of the technology and tools available to the Eclipse open standards community for the development of their IoT projects. Eurotech is pleased that its ongoing investment in those projects, together with the collaboration among its ecosystem of partners, continues to provide the community with a simpler, more flexible framework for the development of Industrial IoT solutions.

–Marco Carrer, CTO der Eurotech Group

Beim Edge Computing wird das Datenmanagement und die Datenanalyse aus der Cloud in IoT-Gateways ausgelagert. Anstelle sämtliche Einzelgeräte an die Cloud anzubinden, werden die Gerte an eine lokale Recheneinheit angeschlossen (Gateway), die die Daten verwaltet, analysiert und an einen IoT-Cloud-Service entsprechend weiterleitet.

Eclipse Kura 3.0 wird aller Voraussicht nach Anfang dieses Monats über die Projektseite verfügbar sein, weitere Informationen zum aktuellen Release gibt es in der offiziellen Pressemitteilung der Eclipse Foundation.

Neue IoT Initiative – Eclips IoT Open Testbeds

Wir bleiben in der Welt des Internet of Things: Am 27. April, quasi zeitgleich mit Veröffentlichung der ersten Informationen zu Eclipse Kura 3, hat die Eclipse IoT Working Group eine neue Initiative mit Namen Eclipse IoT Open Testbeds ins Leben gerufen. Auf der Projekt-Homepage sollen nach und nach verschiedene Demos und Beispiele für IoT-Lösungen präsentiert werden.

Auf seinem Blog stellt Benjamin Cabé das erste Testbed zum Thema Paketverfolgung vor. Die End-to-End-IoT-Lösung Open Testbed for Asset Tracking soll zeigen, wie der Transport von Gütern in Echtzeit nachverfolgt und optimiert werden kann. Besonderes Augenmerk wird dabei auf die Minimierung von Kosten durch Verzögerungen und Beschädigungen gelegt.

Schema der End-to-End-IoT-Lösung für den Pakettransport / Quelle: Eclipse IoT Working Group

Im Testbed werden neben dem oben erwähnten Kura auch Eclipse Kapua, Eclipse Paho und Eclipse Che genutzt; das Protokoll MQTT nimmt ebenfalls eine zentrale Rolle ein. Gemeinsam mit kommerziellen Technologien wie Samsung ARTIK, Zulu Embedded und Red Hat OpenShift wird so eine komplette Lösung abgebildet, beginnend beim Erfassen und Zusammenführen der Daten bis hin zum Event Processing und der Freigabe der Daten für Dritte über offene APIs.

Verwendete Technologien im ersten Open IoT Testbed / Quelle: Eclipse IoT Working Group

Für die Zukunft sind weitere Demo-Lösungen geplant, namentlich genannt wird etwa ein Testbed für Smart Manufacturing. Weitere Informationen zu den Testbeds gibt es auf der Website der Eclipse IoT Working Group und in der offiziellen Pressemitteilung der Eclipse Foundation.

Neue Webpräsenz der CDT

JAX-Speakerin Tracy Miranda von den Kichwa Coders berichtet in der Mailing-Liste der CDT-Entwickler von den Bemühungen Jean-Phillippe Darroys, eine neue Webseite für die Eclipse CDT zu erstellen. Zu bewundern gibt es die aktuelle Version unter https://jdarroy.github.io/CDT/.

Die Webseite orientiert sich stilistisch an Projekten der Eclipse Science Working Group (etwa der von Eclipse January) und wurde mittels Bootstrap erstellt. Die Intention ist ein modernes Design und eine erleichterte Verwaltung für die Zukunft. Derzeit gehen alle Links noch zu den alten Wiki-Seiten der CDT, allerdings ist auch hierfür eine Modernisierung geplant, so Tracy Miranda.

Ein modernes Design für die CDT / Quelle: Jean-Phillippe Darroy

Orion zieht um

Wie Michael Rennie in der Orion Mailing-Liste und auf dem Orion Blog kürzlich verkündete, ist das Projekt Eclipse Orion nun auf GitHub zu finden:

Als Grund für den Umzug von Eclipse.org auf GitHub gab Rennie an, es sei so leichter, an dem Projekt mitzuarbeiten. Die komplizierten Einstellungen und die Nutzung von Gerrit waren für viele Benutzer offenbar schwierig. Bei GitHub kann das Projekt einfach geforkt, bearbeitet und anschließend ein Pull Request geöffnet werden.

Ist man bereits ein Contributer bzw. Committer, muss man sicherstellen, dass die GitHub ID richtig an den Eclipse Account angebunden ist. Wie das geht, erfährt man hier. Außerdem werden User gebeten, ihre Repositories und Remotes zu aktualisieren und Beiträge als Pull Request anzulegen. Bis auf weiteres wird Bugzilla ebenfalls weiter verwendet.

EclipseCon France 2017 – das Programm

Vom 20. bis 22. Juni findet die diesjährige EclipseCon France wieder in Toulouse statt. Auf der Homepage der Konferenz können nun die einzelnen Sessions und Workshops eingesehen werden. Mit Sessions zu Cloud und DevOps bis hin zu IoT und Modeling ist die Themendecke gewohnt dicht.

Dienstags werden vorrangig Workshops und Meetups abgehalten, unter anderem können Besucher mithilfe von Lorenzo Bettini, Sven Efftinge und Holger Schill erlernen, Language Server mit Xtext zu erstellen. Die Science Working Group ist Dienstag mit einem January-Workshop und einem Gruppen-Meeting vertreten. Auch ein Jenkins-Workshop ist fest eingeplant.

Nicolas Hili und Gaël Blondelle zeigen den Teilnehmern ihres Workshops, wie man Roboter-Anwendungen mit Modellgetriebenen Engineering-Techniken entwickelt. Mit Robotern beschäftigt sich auch Francesco Ferro von PAL Robotics: In seiner Keynote am Mittwoch wird er über die Geschichte und die Zukunft der Robotertechnologie referieren.

Kaum eine Community ist aktiver und innovativer als die der Eclipse IDE. JAXenter hat das Ohr am Puls der Entwicklungsumgebung und berichtet wöchentlich über die neuesten Entwicklungen und die spannendsten Geschichten rund um Eclipse.

Geschrieben von
Dominik Mohilo
Dominik Mohilo
Dominik Mohilo studierte Germanistik und Soziologie an der Goethe-Universität in Frankfurt. Seit 2015 ist er Redakteur bei S&S-Media.
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