Die Cloud im Sturm erobern

Neu im Eclipse-Universum: Eclipse Tempest – Das Kubernetes-Toolset

Dominik Mohilo

© Shutterstock / solarseven

Das Bedürfnis, Entwicklern eine Rund-um-Lösung für das Coden, Debuggen und Deployen Cloud-nativer Anwendungen an die Hand zu geben, ist nicht nur bei Google aktuell. Auch bei IBM kam es auf, so entstand schließlich das Projekt Eclipse Tempest, das sich nun auf dem Weg in den Inkubator befindet.

Früher war alles besser? Weit gefehlt. In der grauen Vorzeit – also der Zeit, bevor Docker und Kubernetes die Welt der Entwickler deutlich vereinfachten – begann man mit dem Schreiben der Anwendung lokal. Daraufhin, ebenfalls lokal, folgte das Debuggen und schließlich das spezifische Deployment. Mittlerweile kann die Runtime von Anwendungen einfach in einen Container gepackt und für verschiedene Umgebungen bereitgestellt werden, mit Kubernetes lassen sich besonders große Deployments managen.

Eclipse Tempest: Cloud-native Tools für alle

Da Entwickler allerdings nach wie vor dazu neigen, Anwendungen auf einem lokalen System zu schreiben, und es kein „ultimatives“ Toolset gibt, um Anwendungen explizit für Kubernetes zu entwickeln, debuggen und deployen, wurde Eclipse Tempest ins Leben gerufen. Ziel ist dabei nicht nur, eine entsprechende Sammlung von Tools für das Entwickeln Cloud-nativer Anwendungen direkt in der IDE bereitzustellen, sondern auch für allgemeine Konsistenz in diesem Bereich zu sorgen. Bedenkt man die derzeitigen Bemühungen seitens Google, wird dieses hehre Ziel allerdings wohl eher auf wackligen Füßen stehen.

Wichtig ist bei Eclipse Tempest, dass darin nicht nur Tools für die „klassische“ Eclipse IDE (Desktop) oder Eclipse Che (Cloud) enthalten sind. Die Funktionen sollen via Plug-in in diesen beiden Entwicklungsumgebungen und per Extension auch in Visual Studio Code nutzbar sein. In Aussicht steht übrigens auch, dass weitere Plug-ins bzw. Erweiterungen für andere IDEs in Zukunft nachgereicht werden.

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Der Funktionsumfang

Der geplante Umfang der Funktionalität von Eclipse Tempest ist beeindruckend. So soll es zukünftig möglich sein, Templates für das Erstellen Cloud-nativer Anwendungen zu nutzen oder Beispielanwendungen entsprechend der eigenen Vorstellungen umzubauen. Auch die Unterstützung für das Starten, Aktualisieren, Testen und Debuggen in Docker Containern ist fest eingeplant. Dies soll dann entweder lokal auf dem Desktop oder aber auch direkt in Kubernetes funktionieren.

Da es allerdings auch noch etliche Anwendungen gibt, die nicht auf das Cloud-Paradigma abgestimmt sind, soll Tempest schließlich auch alle nötigen Werkzeuge beinhalten, um bestehende Projekte in Docker-Container und auf Kubernetes umzubetten.

Ausblick

Laut dem Proposal soll die erste Vorschau auf das Projekt und auch die erste Beta bereits im dritten Quartal dieses Jahres erscheinen, das finale Release ist für Ende 2019 geplant. Für die Zukunft ist geplant, mehr Sprachen und Entwicklungstools zu unterstützen, außerdem soll ein anbieterneutrales Kubernetes CLI geschaffen werden.

Weitere Informationen zu Eclipse Tempest gibt es auf der Projektseite.

Geschrieben von
Dominik Mohilo
Dominik Mohilo
Dominik Mohilo studierte Germanistik und Soziologie an der Goethe-Universität in Frankfurt. Seit 2015 ist er Redakteur bei S&S-Media.
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