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Docker Tooling in Eclipse Oxygen: Die Neuerungen auf einen Blick

Roland Grunberg

© Shutterstock / AnastasiaSonne

Mit der Veröffentlichung von Eclipse Oxygen (4.7.0) ist auch eine neue Version des Docker Tooling für Eclipse erschienen. Nutzer können sich auf einige neue Features freuen, die die Arbeit mit Docker-Containern direkt aus der Ecliopse-IDE heraus ermöglichen. Wir schauen uns die Neuerungen im Detail an.

Docker Tooling in Eclipse Oxygen – das ist neu

Schon früh haben wir erkannt, dass Nutzer sehr leicht die Geduld verlieren, wenn gewisse Aktionen zu lange dauern oder eine Funktionsweise sich als sehr kompliziert herausstellt. Uns wurde klar, dass unser Tool die Verbindung zum Docker daemon für den Nutzer automatisch herstellen sollte, sofern dessen Location dem Tool bekannt ist. Derzeit integriert ist die Unterstützung für einige Standardlocations und die Docker Machine (Abb. 1).

Abb. 1: Endlich integriert: automatisierte Verbindungen zum Docker daemon

Es kann allerdings vorkommen, dass daemon-Verbindungen nicht verfügbar sind oder über eine Netzwerkverbindung laufen, sodass Probleme bei der Verbindung auftauchen. Es ist also durchaus sinnvoll, solche Fälle besser handzuhaben und den User über den derzeitigen Status der Verbindung zu informieren.

Ist eine daemon-Verbindung nicht verfügbar, ändert sich im Eclipse Docker Tooling deshalb nun die Farbe des zugehörigen Icons von Blau zu Grau. In diesem Fall werden Images bzw. Container auch nicht mehr als Unterpunkte einer bestimmten Verbindung angezeigt. Stattdessen wird ein einzelner Eintrag ausgegeben, der darauf hinweist, dass das Tooling die Verbindung überwacht (Abb. 2).

Abb. 2: Bricht die Verbindung ab, überwacht das Tooling die Verbindung

Für den Fall, dass das Docker Tooling eine Verbindung nicht automatisch aufspüren kann und die Information durch die Ausführung eines Service ausgegeben oder in einem Terminal oder Log angezeigt wird (etwa DOCKER_HOST, DOCKER_TLS_VERIFY oder DOCKER_CERT_PATH), wollten wir eine einfache Unterstützung für Clipboards und Selektionen. Dadurch ist es möglich, die relevanten Informationen zu kopieren und vom Wizard für eine neue Verbindung automatisch in die entsprechenden Felder einfügen zu lassen.

Dossier Docker
Im Themen-Dossier Docker erfahren Sie alles zum Durchstarten mit der Container-Technologie. Bisher erschienen:

Datenaustausch mit Containern

Man kann lokale Volumes sehr gut in einen Container packen und so Daten hinaus- und hineintransferieren. Dies ist aber nur möglich, wenn der Client auch die Docker-daemon-Verbindung hostet. Wird die Verbindung nicht vom Client aus hergestellt, sind die gemounteten Datenträger die vom Fernsystem. Wir haben dem Eclipse Docker Tooling daher einige neue APIs hinzugefügt, dank derer es nun möglich ist, Dateien zwischen einem Container und jedem mit dem entsprechenden Docker daemon interagierenden Client auszutauschen (Abb. 3).

Abb. 3: Dateien können nun viel einfacher hin- und hergeschoben werden

Unterstützung von Docker Compose

Viele Projekte haben damit begonnen, docker-compose.yml-Dateien in ihre Repositories einzufügen. Damit geben sie interessierten Nutzern eine Möglichkeit an die Hand, deren Anwendungen bzw. Services schnell und einfach auszuprobieren. In vielen Fällen definieren diese YAML-Dateien Einstellungen für mehrere Container, die miteinander interagieren (etwa Frontend Web Services und Backend-Datenbank). Wir haben für die aktuelle Version des Eclipse Docker Toolings eine grundlegende Unterstützung für das Erstellen, Starten und Stoppen von Containern hinzugefügt, die auf den jeweils korrespondierenden docker-compose YAML-Dateien basiert.

Neben den bereits erwähnten neuen Features bringt das neue Docker Tooling für Eclipse Oxygen allerhand weitere Verbesserungen. Unter anderem wurden viele Probleme im Bereich Pushing bzw. Pulling von Images mit Registries gelöst und die Unterstützung für den Neustart von Containern implementiert. Außerdem haben wir eine spezielle Ansicht für das Betrachten der Image-Hierarchien eingebaut, die es zukünftig leichter machen soll, bereits existierende Images zu verwalten. Die Netzwerkoptionen können zudem ab Oxygen direkt beim Starten eines Image konfiguriert werden.

Die hier vorgestellten Features sind im Zuge des Eclipse Oxygen Release Trains erschienen. Das Eclipse Docker Tooling ist sowohl über den Eclipse Marketplace als auch über die dezidierte Oxygen-Updateseite verfügbar.

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Geschrieben von
Roland Grunberg
Roland Grunberg
Roland Grunberg ist Softwareentwickler für Red Hat in Toronto, Kanada. Er ist Committer des Eclipse-Linux-Tools-Projekts und Orbits und hat des Weiteren in zahlreichen Beiträgen das Eclipse-Packaging-Problem angesprochen. Die Beiträge beziehen sich auf die Linux-Verteilungen, einschließlich der Vollendung des p2-Droplet-Supports. Roland’s Beiträge zu Linux-Tools beinhalten das Profiling-Framework, das Perf-Plug-in und auch das Co-Developing des Docker-Tooling-Plug-ins. Des Weiteren verwaltet Roland mehrere Fedora- und Red-Hat-Enterprise-Linux-Eclipse-Pakete und arbeitet derzeit am Eclipse-Vagrant-Support.
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