Eclipse Orion: Das neue IDE Paradigma

JAXenter: Ist Orion auf die Bereitstellung einer Entwicklungsinfrastruktur beschränkt, oder ist es denkbar, den Orion-Code auch für andere Zwecke zu nutzen – ähnlich wie die Eclipse-Entwicklungsplattform allmählich auch für RCP- und Runtime-Projekte entdeckt wurde?

Boris Bokowski: Das ist definitiv denkbar, ist derzeit aber nicht unser Hauptanliegen. Wir werden diese Möglichkeit bei der Weiterentwicklung von Orion aber sicherlich immer im Auge behalten.

JAXenter: Welche nächsten Schritt stehen nun an?

Boris Bokowski: Wir planen Mitte März einen Summit im Silicon Valley, um interessierte Leute aus verschiedenen Unternehmen zu einem ersten Face-to-Face Meeting zusammenzubringen. Ziel dieses Treffens ist es, dass alle interessierten Mitentwickler selbst die Richtung festlegen, in die sich Orion weiter bewegen soll, und ein formales Projekt-Proposal für Orion zu erstellen. Parallel dazu werden wir daran arbeiten, die aktuelle Codebasis zu verbessern, um sie unseren eigenen Bedürfnissen anzupassen – mit Orion betreiben wird nämlich bereits Self-Hosting, d.h. wir nutzen Orion selbst, um an der Client-Seite von Orion zu arbeiten.

Außerdem planen wir, eine Version von Orion auf eclipse.org zugänglich zu machen, sodass diejenigen, die Orion ausprobieren möchten, dies mit minimalem Aufwand tun können. In der nächsten Zeit wird dieser Server nur auf Einladung hin zugänglich sein. Wir hoffen aber, in wenigen Monaten einen Demoserver einrichten zu können, der für alle offen sein wird.

JAXenter: Vielen Dank für dieses Gespräch!

Boris Bokowski arbeitet für IBM Canada in Ottawa. Er leitet das Eclipse Platform UI Team und hat entscheidenden Anteil an der Entwicklung des e4-Projekts. Er hat an der TU Darmstadt studiert und an der FU Berlin promoviert.
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