Eclipse Oomph bringt Pep in den Workspace

Redaktion JAXenter
©shutterstock.com/Guskova Natalia

Wer die Tweets von der EclipseCon North America letzte Woche mitverfolgte, dem dürfte die häufige Kombination der Hashtags #eclipsecon und #oomph ins Auge gestochen sein. Die war nicht etwa auf einen Auftritt einer jahrzehntealten deutschen Rockband gemünzt, sondern auf neue Töne, die in puncto IDE-Automatisierung angeschlagen werden: Die Modeling-Experten Eike Stepper und Ed Merks machten in ihrem Talk „Automating the Configuration of Project-specific IDEs“ ein neues Stück Technologie schmackhaft, das den Namen „Oomph“ trägt und getreu diesem das gewisse Etwas mitbringt, wenn man den begeisterten Tweets glaubt: Es handelt sich um ein Tool zur Installierung und Aktualisierung von Eclipse-basierten IDEs und Workspaces. So übernimmt Oomph u. a. die Bereitstellung von Plug-ins, Git-Repoositories, Projekt-Checkouts, Workspace-Präferenzen oder die Konfiguration von so genannten Dynamic Working Sets (ein CDO-Projekt – hier wird ein Working Set mithilfe von Regeln definiert).

Das Helfertool ist modellgetrieben und gibt dem Entwickler laut Projektbeschreibung zahlreiche Möglichkeiten zur individuellen Workspace-Anpassung an die Hand. Eine detaillierte Anleitung steht ebenfalls bereit. Die Entstehungshintergründe erläuterte Ed Merks Mitte Februar in einem Blogpost:

Not only is it anachronistic to follow scripts manually, it’s always the case that these scripts become dated and are in need of constant maintenance, which, as busy developers, we don’t have time to do.

Es reiche allerdings nicht aus, diese unzeitgemäße manuelle Einrichtung der IDE lediglich zu beklagen – was Merks mit einem scharfen Seitenhieb auf die Eclipse-Kritikerriege bemerkt:

There is (…) a strong tendency in the wider Eclipse community to find fault without taking action, looking instead to others to magically fix problems while feeling entitled to „motivate“ those actions with poisonous complaints.

Es war also nur konsequent, selbst Hand anzulegen, um für die bis dato fehlende Automatisierung zu sorgen. Dass es nun bereits eine Oomph-Konfiguration für das Projekt Code Recommenders gibt, zeigt, dass der Funke auf der EclipseCon schnell übersprang und die bisherigen Aktionen Steppers und Merks’ von Erfolg gekrönt sind.

Die überfälligen Restaurationsarbeiten im Hause Eclipse verteilen sich mittlerweile auf den Schultern einer immer größeren Anzahl engagierter Community-Mitglieder, die ihren tadelnden Worten über die IDE auch Taten folgen lassen. Der von Merks und anderen beobachteten Tendenz zur passiven Krittelei setzen sie eine Macher-Mentalität entgegen, die nicht nur Kritik aushebelt, sondern auch der IDE und ihren Nutzern zugutekommt. Denn ganz offensichtlich bringen die guten Absichten bislang auch Ergebnisse hervor, die sich sehen (s. „Eclipse für Schwarzseher„), diskutieren (s. „Wider das Eclipse-Bashing„) und vor allem nutzen lassen. 

Aufmacherbild: shutterstock.com/Beautiful dancer on aerial silk, aerial contortion, aerial ribbons, aerial silks, aerial tissues, fabric, ribbon, tissue. Urheberrecht: Guskova Natalia

Geschrieben von
Kommentare

Hinterlasse einen Kommentar

Hinterlasse den ersten Kommentar!

avatar
400
  Subscribe  
Benachrichtige mich zu: