Eclipse Juno Highlight #4: Koneki & Paho – Wenn Maschinen mit Maschinen sprechen

JAXenter: Welchen Nutzen zieht Paho aus bestehenden Eclipse-Technologien und dem Eclipse-Ökosystem?

Andy Piper: Die Eclipse Foundation hat sich im letzten Jahrzehnt als exzellenter Kurator einer großen Bandbreite an Open-Source-Lösungen erwiesen. Wirtschaftsunternehmen wissen die Eclipse Public License zu schätzen, weil sie es ermöglicht, stabilen Code, der einer genauen IP-Überprüfung standgehalten hat, weiterzuverwenden. M2M fügt sich eigentlich gut in Eclipse ein, da Eclipse-Technologie schon seit einiger Zeit für die Entwicklung eingebetteter Systeme verwendet wird. Ein offenes und wiederverwendbares Protokoll, das in einem breiten Spektrum an Industriezweigen Anwendung findet, passt gut zur Philosophie von Eclipse. Außerdem besteht so natürlich auch die Möglichkeit, Werkzeuge herzustellen, um MQTT-basierte Anwendungen innerhalb der IDE zu testen und mit ihnen zu interagieren.

JAXenter: Welche Verbindungen bestehen bis jetzt zu anderen Projekten in der M2M WG und anderen Eclipse-Projekten?

Andy Piper: Paho hat eine besonders starke Affinität mit dem Koneki-Projekt, das sich ebenfalls unter dem Dach von Eclipse befindet. Koneki erstellt Tooling für eingebettete Services unter Verwendung von Sprachen wie Lua (die die natürlichen Voraussetzungen mitbringt, um in verschiedene Sprach-Laufzeitumgebungen eingebettet zu werden).

JAXenter: Den ersten Codebeitrag leistete IBM vergangenen März. Welche anderen Firmen sind aktiv beteiligt und wie versucht ihr, mehr Firmen und Committer für das Projekt zu gewinnen?

Andy Piper: Im M2M-Ökosystem sind bereits einige Unternehmen aktiv – IBM, Sierra Wireless, Eurotech und Band XI. Als IBM gerade noch dabei war, seinen Code beizusteuern, bot Andy Gelme dem Projekt seine Lua-Client-Implementierung an, und das Paho-Team arbeitet gerade mit ihm daran, diesen Beitrag in Eclipse zu integrieren. Die MQTT-Community besteht seit einiger Zeit, und das Paho-Team ist gerade dabei, dieses neue Zuhause für Referenzimplementierungen zu bewerben und Leute zum Mitmachen zu bewegen.

JAXenter: Was sind die nächsten Schritte im Projekt?

Andy Piper: Darüber haben wir auf den zwei letzten großen Eclipse-Events berichtet – auf der EclipseCon in Virginia und dem Eclipse Day in Toulouse. In erster Linie muss Paho auf ein stabiles Release hinarbeiten, neue Clientbeiträge in Eclipse überführen und die Bedingungen für einen „Broker“ innerhalb von Eclipse ausarbeiten.

JAXenter: Was bedeutet „Paho“ eigentlich?

Andy Piper: Das werden wir oft gefragt. Wir haben das auf unserer Wiki-Seite dokumentiert [1]. Sowohl Paho als auch Koneki sind Wörter aus der Maori-Sprache. Paho ist ein Verb mit der Bedeutung „verbreiten, bekannt machen, ankündigen, verteilen, übermitteln“ – ideal für das Publish-Subscribe-Messaging-System!

JAXenter: Vielen Dank für dieses Interview!

Andy Piper ist Mitglied der M2M-IWG-Community und war von Beginn an am Paho-Projekt beteiligt, was zunächst durch seine frühere Rolle als Fürsprecher von MQTT bei IBM und als Mitverantwortlicher für die Community-Website mqtt.org bedingt war. Andy hat ein leidenschaftliches Interesse an kleinen und großen Mobilgeräten, Cloud, dem Internet of Things und Technologien mit Arduino-Bezug. Er arbeitet bei VMware.
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