Außerdem: Kommt bald Apples Siri-Lautsprecher?

Inside IoT: Eclipse IoT Open Testbeds, Google Assistant SDK & Amazon Echo Look

Mascha Schnellbacher

© Shutterstock.com / BrAt82

Die Highlights aus dem IoT-Universum: Die Eclipse IoT Open Testbeds wurden gestartet, es gibt eine Developer Preview für das Google Assistant SDK & die Spekulationen um Apples Siri-Lautsprecher verdichten sich. Außerdem schickt Apple autonome Fahrzeuge auf die Straße und Amazon stellt Echo Look vor.

Auch in dieser Woche gibt es wieder spannende Entwicklungen im Internet of Things zu beobachten. Die wichtigsten News und Stories sind hier zusammengefasst.

Eclipse Foundation: IoT Open Testbeds vorgestellt

Die Eclipse Foundation bringt neue Testumgebungen für das Internet of Things. Die sogenannten Eclipse IoT Open Testbeds sind natürlich Open Source und ermöglichen ein Verständnis des Aufbaus einer IoT-Lösung. Zudem lassen sich Experimente mit dem Code durchführen und tiefere Einblicke in die Architektur werfen.

Das erste Testbed beschäftigt sich mit dem Bereich Asset Tracking Management und zeigt auf, wie das Internet of Things bei der Verfolgung von wertvollen Gütern helfen kann. Bestandteile des Testbeds sind Eclipse-Projekte wie Eclipse Kura, Eclipse Kapua, Eclipse Paho und Eclipse Che, die mit anderen Angeboten verbunden sind.

In Zukunft sollen weitere Testbeds entwickelt werden, als nächstes geplant ist eine IoT-Testumgebung zu Smart Manufacturing. Interessierten sei die IoT-Testbeds-Website ans Herz gelegt. Mehr Details gibt’s im Blog von Benjamin Cabé.

Google Assistant SDK ist verfügbar

Google macht einen weiteren Schritt in der Ausweitung seines Smart-Home-Ökosystems und stellt die Developer Preview des Google Assistant SDK vor. Mit diesem SDK lassen sich Hardware-Prototypen bauen, die den Google Assistant enthalten. Auf diese Weise kann man von jeder Plattform mit dem Assistant interagieren.

Das SDK enthält ein gRPC API, einen Python-Open-Source-Client, der Authentifizierung und Zugang dem API überträgt, Dokumentation und Beispielanwendungen. Auf diese Weise lässt sich eine gesprochene Anfrage aufzeichnen, diese weiter an den Google-Assistant-Service geben und eine Audio-Antwort zurückbekommen. Weitere Informationen finden sich auf der Google-Assistant-SDK-Website und im Video:

Amazon Echo, Google Home, Apple xxx

Amazon und Google haben mit ihren smarten Lautsprechern Echo und Home bereits vorgelegt, doch von Apple hört man in dieser Hinsicht bislang nichts. Bislang. Denn laut Sonny Dickinson, bekannt für seine Apple-Leaks, könnte schon bald ein Siri-Lautsprecher das Sortiment erweitern. So sei das Design des Geräts fast fertig, angeblich soll es sich um eine Kombination aus Siri und Beats-Technologie handeln.

Möglicherweise erhalten wir ja bereits auf der WWDC 2017 erste Informationen zum Alexa-/Home-Konkurrenten.

Amazon stellt Echo Look vor

Der Internetriese hat sein Alexa-Spektrum wohl noch nicht vollkommen ausgeschöpft und präsentiert jetzt ein neues Device aus der Echo-Familie. Der Echo Look hält Einzug in unseren Kleiderschrank und dient als persönlicher Stilberater. Das Gerät ist im Prinzip eine freistehende Kamera mit Alexa-Integration. Dank eingebauter LEDs und Computer Vision lassen sich so Fotos und kleine Videos von einem selbst aufzeichnen, in denen der Hintergrund verschwimmt.

Die begleitende App lernt so mit der Zeit den eigenen Stil kennen und kann Vorschläge machen. Über das eingebaute Features Style Check werden Machine-Learning-Algorithmen mit Tipps von Fashion-Spezialisten kombiniert, um Nutzern eine zweite Meinung zu einem Outfit zu geben. Der Echo Look kostet 199,99 Dollar und ist derzeit nur via Einladung erhältlich. So darf man sich das Erlebnis etwa vorstellen:

Apple schickt selbstfahrende Autos auf die Straße

Seit langem wird über Apples Project Titan spekuliert, jetzt rollen endlich die ersten Testfahrzeuge in Kalifornien über die Straßen. Allerdings handelt es sich dabei um Autos der Marke Lexus und nicht um Fahrzeuge Marke Eigenbau, wie lange vermutet. Die seit einigen Wochen offiziell angemeldeten Testfahrzeuge sind „nur“ mit Apples Betriebssystem carOS ausgestattet.

Laut Berichten von Bloomberg ist das Auto mit einem 64-Kanal-LiDAR von Velodyne, mindestens zwei Radarsensoren sowie einer Reihe von Kameras ausgestattet. Dabei scheint es sich um seriengefertigte Produkte und nicht um Eigenentwicklungen aus Cupertino zu handeln. Auch Waymo setzt Lexus-Modelle zum Testen autonomer Fahrfunktionen ein.

Geschrieben von
Mascha Schnellbacher
Mascha Schnellbacher
Mascha Schnellbacher studierte Buchwissenschaft und Deutsche Philologie an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz. Seit Juni 2015 arbeitet sie als Redakteurin in der Redaktion des Entwickler Magazins bei Software & Support Media. Zuvor war sie als Lektorin in einem Verlag sowie als freie Editorin tätig.
Kommentare

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.