Kolumne

Eclipse Insights: Drei Oomph Plug-ins für Eclipse

Maximilian Kögel, Jonas Helming

© Shutterstock.com / Igor Zh.

Wie wir bereits in den ersten Teilen dieser Kolumne erklärt haben, pflegen wir ein gemeinsames Eclipse Oomph Profil, das alle unsere bevorzugten Plug-ins und Einstellungen mitbringt. Diese Version von Eclipse kann unter Verwendung von Oomph mit nur einem Klick installiert werden. Eine detaillierte Vorstellung des Profils und eine Installationsanleitung für das vorkonfigurierte Eclipse gibt es hier. Heute präsentieren wir drei Oomph-Plugins, die definitiv auf die Liste unserer Favoriten gehören.

Wie versprochen, erläutern wir nun unsere Anpassungen am Eclipse-Standard-Paket sowie alle Extras, die wir hinzugefügt haben. In den letzten Artikeln sind wir auf unsere EclEmma, Checkstyle und unsere Lieblingseinstellungen eingegangen. Das Plug-in, das wir heute vorstellen möchten, ist in gewisser Weise etwas Besonderes: Es wird von Oomph selbst zur Verfügung gestellt.

Das mag erst mal verwirrend klingen, weil wir Oomph ja bereits zum einfachen Deployen der vorkonfigurierten IDE verwenden. Wenn Sie schon das vorkonfigurierte Oomph Profil verwenden, haben Sie auch den eigenständigen „Oomph Installer“ bereits verwendet. Oomph stellt darüber hinaus aber auch drei nützliche IDE-Plug-ins zur Verfügung, die definitiv auf unserer Favoritenliste stehen. Die drei Plug-ins bringen kurz gesagt folgende Features mit:

  1. Sie halten die Eclipse-Installation aktuell, beispielsweise wenn das verwendete Profil aktualisiert oder erweitert wird.
  2. Neben dem Setup der Eclipse-Installation kann Oomph auch projektspezifische Aspekte konfigurieren, inklusive der Überprüfung von Sources, der Konfiguration von Working Sets und vielem mehr.
  3. Wenn Sie ein eigenes Oomph-Profil erstellen möchten, entweder für ein Produkt oder um an einem spezifischen Projekt zu arbeiten, stellt Oomph Assistenten und Editoren zur Verfügung, die bei der Konfiguration helfen.
entwickler.tutorial - Microservices

Microservices mit Spring Boot, Spring Cloud und Docker

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In diesem Tutorial wird man auf den Umgang mit Microservices vorbereitet. Eberhard Wolff erklärt zunächst, was Microservices eigentlich sind und mit welchen Chancen und Herausforderungen die Arbeit mit ihnen verbunden ist. Nachdem die Grundlagen etabliert wurden, erklärt er den Umgang mit der Container-Sofware Docker und den Umgang mit dem Spring Framework, die anhand eines Micoservices-Beispiels in der letzten Lektion noch einmal praktisch angewendet werden.

Werfen wir nun einen detaillierteren Blick auf die verschiedenen Komponenten von Oomph, die im nachfolgenden Diagramm dargestellt werden. Wir erklären die Verwendung der einzelnen Bestandteile genauer in einem separaten Tutorial.

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Der Oomph Installer, den wir bereits beschrieben haben, ist für die Erstellung und das Setup von Eclipse-Installationen auf der Basis von vorkonfigurierten Profilen zuständig. Es gibt zwei Arten von Profilen, die während der Installation ausgewählt werden können.

Product Setup Models umschreiben eine Eclipse-Installation, inklusive der zu installierenden Plug-ins, der Art des Starts und so weiter. Solche Eclipse-Installationen sind die Basis Ihrer IDE und werden für verschiedene Projekte verwendet.

Project Setup Models ermöglichen es, zusätzlich projektspezifische Einstellungen zu konfigurieren. Zum Beispiel können damit Repositories definiert werden, um sie zu klonen, Working Sets erstellt oder Mylyn Queries zur Arbeit an einem spezifischen Projekt konfiguriert werden. Im Eclipse Installer wird dazu immer zuerst ein Product Setup Model angelegt, dem optional ein Project Setup Model hinzugefügt werden kann. Ein Project Setup Model kann auch die Eclipse-Installation beeinflussen; es wird vom Oomph Installer während des Setup gelesen.

Nach dem ersten Setup einer Eclipse-Installation gibt es zwei integrierte Runtime-Komponenten, die ebenfalls zwei Setup-Modelle verwenden. Der Oomph Updater überprüft das Product Setup Model auf Veränderungen und Updates. Wenn er ein Update findet, wird der Nutzer gefragt, ob es angewendet werden soll. Das erleichtert die zentrale Pflege von Eclipse-Installationen für mehrere Nutzer. Die Komponente Oomph Project Setup führt zusätzliche Setup-Schritte nach dem Start der IDE aus, die im Project Setup Model spezifiziert wurden. Sie kann beispielsweise ein Repository klonen und Projekte daraus importieren.

Nicht zuletzt stellt Oomph ein Tooling zur Erstellung und Aktualisierung zweier Setup Models zur Verfügung. Diese Komponente nennen wir Oomph Authoring. Sie stellt Assistenten und Editoren zur Verfügung, um Oomph an bestimmte Anwendungsfälle anzupassen und zu benutzen. Der einfachste Anwendungsfall ist die Definition von Product und Project Setup Models, die über den Wizard erstellt und unterstützt werden können:

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Durch das Erstellen eigener Custom Product und Project Setup Models kann eine Eclipse-Installation den eigenen Wünschen angepasst werden. Das ist über allgemeine Profile möglich, die alle bevorzugten Plug-ins und Einstellungen enthalten, oder über projektspezifische Profile, die nicht nur die Installation einer IDE vervollständigen, sondern auch Sources überprüfen, Mylyn Queries konfigurieren und Working Sets erstellen. Wenn eine Gruppe von Programmierern zusammenarbeitet, kann über die Pflege solcher Profile der Installationsaufwand signifikant reduziert werden. Es hilft auch dabei sicherzustellen, dass alle Teammitglieder mit denselben Versionen arbeiten und ermöglicht Updates, die tatsächlich in nur fünf Minuten erledigt sind.

Auf der Oomph-Website steht ein Authoring Guide zur Verfügung, der erklärt, wie eigene Projekte und Product Setup Models erstellt werden. Darauf basierend haben wir ein zusätzliches Tutorial zusammengestellt, das Oomph im Allgemeinen, den Eclipse Installer sowie die Erstellung von Custom Setup Models beschreibt. Wir hoffen, dass das der Community dabei hilft, die tollen Funktionen von Oomph zu verwenden.

Geschrieben von
Maximilian Kögel
Maximilian Kögel
Dr. Maximilian Kögel ist Geschäftsführer der EclipseSource München GmbH und arbeitet als Senior Software Architect im Bereich Eclipse- und Web-Technologie. Neben seiner Fokussierung auf das Eclipse Modeling Framework und Eclipse RCP ist er auch mit der Entwicklung von Webapplikationen mit AngularJS, Web Components und JSON Schema vertraut. Ein Kernthema seiner Arbeit ist das Erstellen von Modellierungswerkzeugen basierend sowohl auf einem Eclipse- als auch einem Web Technologiestack. Er ist ein aktives Mitglied der Eclipse-Community, regelmäßiger Sprecher auf EclipseCons, Leiter und Committer bei mehreren Eclipse Projekten, u.a. EMFForms und EMF Core und nicht zuletzt Mitglied im Eclipse Architecture Council. Auch außerhalb des Eclipse Ökosystems ist er in Open-Source-Projekten aktiv und leitet z.B. das JSONForms-Projekt zur Entwicklung von Web-Applikationen. Als Berater und Trainer verfügt er über langjährige Erfahrung in der Anwendung und Vermittlung von Expertenwissen rund um Java, Eclipse und Web-Technologien sowie agilen Prozessen.
Jonas Helming
Jonas Helming
Dr. Jonas Helming ist Geschäftsführer der EclipseSource München GmbH sowie Consultant, Trainer und Software Engineer im Bereich Eclipse-Technologie. Seine Schwerpunkte liegen neben Java auf den Technologien Eclipse RCP, Eclipse-Modellierung und Eclipse 4. Weiterhin verfügt er über mehrjährige Erfahrung in der Etablierung und Anwendung von agilen Prozessen. Jonas ist aktives Mitglied der Eclipse-Community, leitet mit der EMF Client Plattform und dem EMFStore zwei bei der Eclipse Foundation gehostete Open-Source-Projekte und ist in einigen weiteren aktiv beteiligt. Als Berater und Trainer verfügt er über mehrjährige Erfahrung in der Vermittlung von Themen rund um Java und Eclipse sowie agilen Prozessen und hält einen Lehrauftrag der Technischen Universität München. Darüber hinaus ist er als Speaker regelmäßig auf Kernkonferenzen wie der JAX oder der EclipseCon. Kontakt: jhelming@eclipsesource.com
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