Eclipse im Browser: Orion 0.2 steht bereit

Hartmut Schlosser

Die Browser-IDE Orion ist in Version 0.2 erschienen. Als Eclipse-Incubator-Projekt zwar weit von der Robustheit der Eclipse-Plattform entfernt, soll Orion 0.2 doch zumindest eine selbst-gehostete Basis für alle weiteren Entwicklungen darstellen, mit der bereits Anwendungen gebaut werden können. Neben dem Editieren und Ausführen von Programmen ist bereits eine Git-basierte Versionskontrolle integriert.

Mit Orion wird im Rahmen der Eclipse Foundation der Versuch unternommen, die Entwicklungsumgebung ins Web zu bringen. Dabei wird nicht die bekannte Eclipse-IDE eins zu eins im Browser abgebildet. Mehrere Dateien können gleichzeitig in verschiedenen Browserfenstern oder -Tabs editiert werden. Orion 0.2 besteht dabei im Wesentlichen aus einem JavaScript-basierten Editor, der im Browser läuft und sich mit einem Equinox-Server austauscht. Während über den Server die typischen IDE-Funktionen wie Bug Tracking, Code Repository oder Build-Infrastruktur eingebunden werden können, erlaubt die verwendete Webarchitektur auch die Integration von webbasierten Diensten.

Wie John Arthorne im Entwicklerblog ankündigt, wird man sich von nun an in schnelleren Release-Zyklen mit Orion-Updates zu Wort melden und nicht dem bei Eclipse üblichen Jahresrhythmus folgen. Man müsse sich hier schlicht den Gegebenheiten des Web-Umfelds anpassen, in dem Browser- und Komponenten-Updates für beispielsweise Dojo und jQuery fast monatlich zu haben sind. Version 0.3 soll deshalb bereits Ende Oktober 2011 fertiggestellt werden. Weitere Releases sind für Februar und Juni 2012 geplant.

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Hartmut Schlosser
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