Was steckt in Eclipse 4.11?

Frühlings-Release: Die Eclipse IDE 2019-03 ist da und bereit für Java 12

Florian Roos, Dominik Mohilo

© Shutterstock / Ismagilova

Eclipse 4.11 – oder Eclipse IDE 2019-03, wie das aktuelle Simultaneous Release heißt – ist pünktlich erschienen. In der neuesten Version der IDE stecken Unterstützung für Java 12, JUnit 5.4 sowie einige weitere neue Features.

Das aktuelle Simultaneous Release, Eclipse IDE 2019-03, fällt ein wenig kleiner aus, als man es etwa von Eclipse Photon noch gewohnt war. Eclipse 4.11 besteht nach Angaben der Eclipse Foundation aus etwa 68,1 Millionen Codezeilen. Damit ist es um gut fünf Millionen Zeilen Code kleiner als das letzte „große“ Release, denn Eclipse Photon bestand noch aus etwa 73 Millionen Codezeilen. Allerdings haben auch ganze 10 Projekte weniger am Simultaneous Release teilgenommen – kein Grund zur Panik also.

In Form von der Unterstützung für JUnit 5.4, einer Preview auf den Java-12-Support und anderen neuen Features bietet Eclipse mit diesem Release mehr Funktionalität.

Java 12 und JUnit 5.4 in Eclipse 4.11

Die Unterstützung für die vor wenigen Tagen veröffentlichte Version der Programmiersprache Java kann über den Marketplace zu Version 4.11 der IDE hinzugefügt werden. Eine Preview dieses Supports ist in Eclipse 2019-03 bereits enthalten, die offizielle Unterstützung ohne Hotfix via Marketplace, wird in Version 2019-06 enthalten sein.

Lesen Sie auch: Java 12: Alle neuen Features auf einen Blick

Für das Testen von Software bietet die IDE mit JUnit 5.4 auch Unterstützung für die aktuellste Version des beliebten Testing-Frameworks. Mit JUnit Jupiter können Test-Factory-Methoden nun einen einzelnen DynamicNode zurückgeben. Das Eclipse-Team hat das entsprechende Template so aktualisiert, dass ein DynamicNode nun in den möglichen Return-Typen enthalten sein kann.

In diesem Video stellt Holger Voormann einige der in Eclipse 4.11 enthaltenen Neuerungen rund um Java 12 und JUnit 5.4 vor:

Änderungen am Java-Editor in Eclipse 4.11

Das Pop-up für Zusatzinformationen bei einem Vorschlag des Content-Assistenten zeigt nun den Standardwert für Elemente des Annotation-Typs an. Die Werte von Konstanten werden ebenfalls an dieser Stelle sichtbar gemacht.

Für die Formatierung von Java-Code wurden mehrere neue Optionen hinzugefügt. Whitespaces rund um Operatoren in binären Ausdrücken können nun für unterschiedliche Operatoren-Gruppen individuell gesteuert werden. Über ein Untermenü im Profil-Editor des Java-Formatierers lässt sich so über die standardmäßige Platzierung von Leerzeichen vor oder nach gewissen Operatoren entscheiden. Auch für das Line Wrapping binärer Operatoren stehen ab sofort eine Reihe von neuen Einstellungsmöglichkeiten zur Verfügung.

Weitere Änderungen

Wie immer gibt es auch optische Verbesserungen, die die Usability verbessern sollen. Für Mac User bedeutet das unter anderem, dass das Eclipse Dark Theme ab sofort die Farben der dunklen Farbvariante von macOS Mojave verwendet, sofern die entsprechende Version des Betriebssystems installiert ist. Für Windows-Nutzer gibt es dafür hübschere Icons in den Menüleisten.

Dark Theme unter macOS vorher:

Dark Theme unter macOS nachher:

Auch die Performance der IDE – ein sehr wichtiger Faktor, gerade wenn man bedenkt, wie hart der „Kampf“ um die User mit der Konkurrenz ist – wurde erneut verbessert. Dabei lag vor allem die Startgeschwindigkeit und die allgemeine Performanz für verschiedene Tasks im Fokus.

Weitere Informationen zu Eclipse 4.11 und den darin enthaltenen Features stehen auf der offiziellen Homepage zum Release zur Verfügung.

Geschrieben von
Florian Roos
Florian Roos
Florian Roos ist Redakteur für Software & Support Media. Er hat Politikwissenschaft an der Technischen Universität Darmstadt studiert und erste redaktionelle Erfahrungen in den Bereichen Games und Consumer-Hardware gesammelt.
Dominik Mohilo
Dominik Mohilo
Dominik Mohilo studierte Germanistik und Soziologie an der Goethe-Universität in Frankfurt. Seit 2015 ist er Redakteur bei S&S-Media.
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