Eclipse 3.8 & Eclipse 4.2 M6 Juno

Hartmut Schlosser

Immer wieder gelingt es dem Team der Nr.-1-Entwicklungsumgebung Eclipse, neue Nützlichkeiten für Java-Entwickler einzubauen. Im sechsten Meilenstein-Release der Version 4.2 (Juno) sind wieder interessante Features hinzugekommen:

Mit einer ganzen Reihe kleinerer Verbesserungen warten die Java Development Tools auf:

  • Im Java-Editor können über eine Einstellung auf der Java > Editor Preference-Seite geschweifte Klammern hervorgehoben werden.
  • Das Content Assist Framework wurde um neue APIs ergänzt, mit denen sich Vorschläge sortieren lassen.
  • Es nun möglich, Fehler-Warnungen für bestimmte Quelldateiordner zu ignorieren. Zu der Einstellung gelangt man mit: Project properties > Java Build Path > Compiler > Source.
  • Verschiedene Verbesserungen in Bezug auf die Null-Analysen wurden umgesetzt: Zum einen gibt es genauere Fehler- und Warnhinweise. Außerdem behandelt die Null-Analyse org.eclipse.core.runtime.Assert wie ein Java Assert.

    Allerdings wurde entschieden, die Unterstützung für Null-Analysen auf Felder wieder zurückzunehmen, um den Weg für eine allgemeinere und besser konfigurierbare Lösung frei zu machen.

Die Eclipse-Plattform unterstützt die Befehle getRGBs() und setRGBs(RGB []) in ColorDialog. Damit ist es möglich, vom User ausgewählte Farben zu erkennen und zu speichern.

Wichtig ist der M6 auch für das OSGi Framework Equinox. Mit dem Milestone 6 implementiert Equinox die Draft-Spezifikation für OSGi Core Release 5 (R5). Damit wurden die Weichen gestellt für eine Unterstützung der OSGi-Enterprise-Release-5-Spezifikation, für die am 26. März ein Entwurfspapier verfügbar sein soll (mit der Finalversion ist dann kurze Zeit später zu rechnen).

Im Plug-in Development Environment (PDE) gibt es Erweiterungen des Plug-in-Editors. Im Extension-Tab lassen sich beispielsweise verschiedene Filter gleichzeitig anwenden.

Auf dem Weg zu Eclipse 4.2 Juno

Allgemein wurde in Eclipse 4.2 M6 an einer Verbesserung der UI-Performance geschraubt, was die Arbeit mit dem M6 deutlich flüssiger macht – eine wichtige Feststellung, da die Akzeptanz der neuen Plattform 4.2, auf der Eclipse Juno ja basieren wird, sicherlich auch von Usability-Aspekten wie schnelle Ansprechzeiten abhängt. Doch daran wird nun in den kommenden Wochen und Monaten verstärkt gefeilt werden: Traditionell wird in der letzten Phase vor einem Eclipse-Release nur noch an Stabilität und Performance gearbeitet. Bereits mit dem vorliegenden M6 sind die Programmierschnittstellen fix und werden sich bis zum finalen Release Ende Juni 2012 nicht mehr ändern (das sogenannte API Freeze hat eingesetzt). Im nächsten Meilenstein M7 werden dann auch die letzten neuen Features zu begutachten sein – bevor auch der Feature Freeze greift.

Geplant ist die Verfügbarkeit des M7 am 4. Mai 2012. Die Release Notes für den M6 beschreiben alle aktuellen Neuerungen im Detail.

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Hartmut Schlosser
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