IDE-Weihnachtsgeschenk

Eclipse 2019-12: Winter-Release bringt verbesserten Support für Java 13

Dominik Mohilo

© Shutterstock / Standret

Weihnachten steht vor der Tür und natürlich wartet die Community auf die Geschenke. Nachdem Angular 9 nun doch auf das kommende Jahr verschoben wurde, können sich Java-Entwickler freuen: Die Eclipse IDE 2019-12, das Winter-Release, wurde veröffentlicht. Wir werfen einen Blick auf die Features.

Wie beim Vorgänger nahmen wieder über 70 Projekte am Simultaneous Release Teil, genauer gesagt 77 und damit sogar ein Projekt mehr. Möglich gemacht wurde das nun 69,3 Millionen Zeilen umfassende Projekt von 123 Commiters und 192 Contributors, die ihr Herzblut in die Entwicklungsumgebung der Eclipse Foundation gesteckt haben. Wie immer stand die Usability und die Unterstützung für die neueste Java-Version im Fokus.

Eclipse IDE 2019-12: Das ist neu

Java Core / Java 13

Die Unterstützung für Java 13 war bereits Teil der letzten IDE-Version, Eclipse IDE 2019-09. Besonders die Preview Language Features aus JEP 354 (Switch Expressions) und JEP 355 (Text Blocks) stechen dabei in Sachen Relevanz heraus. Die neueste Entwicklungsumgebungsversion bringt nun einen Shortcut für die Erstellung von Text Blocks.

Im Java-Editor kann ganz einfach via STRG+SHIFT+' ein Text Block erstellt werden. Voraussetzung hierfür ist natürlich, dass das Java-Projekt mit Java 13 kompatibel ist und die Nutzung von Preview Features aktiviert ist. Außerdem sollte die Auswahl im Editor nicht unbedingt Teil eines Strings oder Kommentars sein, auch einem Text Block sollte sie noch nicht angehören. In den Release Notes wird auch ein Beispiel gezeigt:

Vorher / Nachher mit Text Blocks / Quelle: Eclipse Foundation

In Sachen Text Blocks ist auch wichtig zu erwähnen, dass der Code-Formatter nun Text Blocks verarbeiten kann. Weitere Neuerungen für das Java Tooling umfasst die Möglichkeit, automatisch das Erstellen unnötiger Arrays zu verhindern. Konkret werden dann keine Arrays mehr für varargs-Parameter erstellt.

Eine vollständige Liste der Änderungen in Bezug auf die Java-Entwicklung gibt es in den Release Notes der neuen Eclipse IDE, weitere Details hierzu hat Holger Voormann im folgenden Video vorgestellt:

Sonstige Änderungen

Der Quick Access wurde umbenannt und läuft nun unter der Bezeichnung “Find Actions”. Damit einher ging natürlich auch eine Überarbeitung der Funktionalität und der Optik. Das Widget-Symbol ist nun ganz regulär über die Toolbar auswählbar, dort wird ein Icon angezeigt. Unter anderem kann Find Actions, dies ist eine neue Funktion, auch passende Dateinamen aus dem Workspace anzeigen. Wählt man eine aus, wird sie im Editor geöffnet.

Ein sehr nützliches Feature dürfte die Möglichkeit sein, im Project Explorer via F2 oder Auswahl aus dem Kontextmenü Ressourcen direkt in der Anzeige umzubenennen, sofern diese Umbenennung keine anderen Dateien beeinflusst. In den meisten Text-Editoren werden zudem die Markierungen für Fehler, Warnungen und Infos nun direkt in der Zeile angezeigt.

Auch für die grundsätzlichen Änderungen in der Eclipse IDE hat Holger Voormann wieder ein Video vorbereitet:

Weitere Informationen zum aktuellen Simultaneous Release der Eclipse DIE und den beteiligten Projekten gibt es auf der Homepage des Projektes und in den Release Notes.

Geschrieben von
Dominik Mohilo
Dominik Mohilo
Dominik Mohilo studierte Germanistik und Soziologie an der Goethe-Universität in Frankfurt. Seit 2015 ist er Redakteur bei S&S-Media.
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