Dronecode: Linux Foundation gibt Start von Open-Source-Drohnenprojekt bekannt

Michael Thomas
© Shutterstock/Piotr Debowski

Die Linux Foundation gab gestern den Start eines neuen Collaborative Project bekannt: Das Dronecode getaufte Projekt hat die Entwicklung einer Open-Source-Plattform für unbemannte Luftfahrzeuge – landläufig Drohnen genannt – zum Ziel. Dronecode bündelt dabei zahlreiche bereits laufende sowie geplante Drohnenprojekte unter einer gemeinsamen, neutralen Organisations- bzw. Governance-Struktur, die die Verteilung der von der Community benötigten Ressourcen und Tools koordinieren soll. Diese soll außerdem derart beschaffen sein, dass auch andere Parteien und Entwickler die Entwicklungsrichtung der Software mitbestimmen können.

Der Vorstand von Dronecode wird aus Communitymitgliedern gebildet; das Technical Steering Committee (TSC) setzt sich aus Projektleitern und Unterstützern von beteiligten Top-Level-Projekten zusammen, durch Wahl können ebenfalls Committer Mitglied werden.

Insgesamt arbeiten mehr als 1200 Entwickler an Dronecode, einzelne Bereiche des Projekts erhalten mehr als 150 Code-Commits pro Tag. Jim Zemlin, Executive Director der Linux Foundation, zufolge ist Dronecode ein Paradebeispiel für die Relevanz von Open-Source-Software und kollaborativer Entwicklung für innovative Technologiebereiche; das Endergebnis der Arbeit werde „weitere Innovation sowie eine gemeinsame Open-Source-Plattform für Drohnen- und Robotikprojekte“ sein, so Zemlin weiter.

Gründungsmitglieder von Dronecode sind unter anderen 3D Robotics, Baidu, Box, DroneDeploy, Intel, jDrones, Laser Navigation, Qualcomm, SkyWard, Squadrone System, Walkera und Yuneec. Die unter dem Dach von Dronecode zusammengeführten Projekte umfassen beispielsweise APM/ArduPilot, Mission Planner, MAVLink und DroidPlanner; außerdem soll das PX4-Projekt der ETH Zürich miteinbezogen werden.

Aufmacherbild: Unmanned Aerial Vehicle drone in flight von Shutterstock / Urheberrecht: Piotr Debowski

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Michael Thomas
Michael Thomas
Michael Thomas studierte Erziehungswissenschaft an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz und arbeitet seit 2013 als Freelance-Autor bei JAXenter.de. Kontakt: mthomas[at]sandsmedia.com
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