Dreamteam Open-Source und SaaS?

Christoph Reitz

Open-Source-Software als Mainstream-Lösung für den kommerziellen IT-Markt? Noch vor wenigen Jahren hätten viele IT- und Business-Abteilungen eine solche Idee belächelt, schreibt Andy Mulholland, Global Chief Technology Officer bei Capgemini, auf www.capgemini.com/ctoblog/. Doch Zeiten ändern sich und spätestens die Verbreitung von SaaS-Lösungen bringt proprietäre Software in Bedrängnis.

Diese Veränderung hängt Mulhollands Meinung nach hauptsächlich mit den veränderten Ansprüchen der Nutzer an Software zusammen. Diesen Wandel sieht Mulholland auch durch diese Analyse von Gartner belegt, die die Prioritäten in den Bereichen Business und Technologie auflistet:

Top 10 Business Priorities Ranking Top 10 Technology Priorities Ranking
Business process improvement 1 Business intelligence 1
Reducing enterprise cost 2 Enterprise applications (ERP, CRM & others) 2
Improving enterprise workforce effectiveness 3 Servers and storage technologies (virtualisation) 3
Attracting and retaining new customers 4 Legacy application modernisation 4
Increasing the use of information/ analytics 5 Collaboration technologies 5
Creating new products or services (innovation) 6 Networking, voice and data communication 6
Targeting costumers and markets more effectively 7 Technical infrastructure 7
Managing change initiatives 8 Security technologies 8
Expanding current customer relationships 9 Service-oriented applications and architecture 9
Expanding into new markets and geographies 10 Document management 10

Ausgelöst durch Anwendungen wie Linux, MYSQL, PHP und Apache wurde OSS nach und nach auch in Unternehmen salonfähig. Vor allem der hohe Grad an Aktualität, die Flexibilität in Bezug auf die Lizenzen und die kostenlose Verfügbarkeit sprächen dabei für OS-Lösungen. Doch was macht es so attraktiv, OSS mit SaaS zu kombinieren?

Der Grund sei, dass sich beide Lösungen in den genannten Faktoren sehr ähnelten, zumindest was Aktualität und Flexibilität betrifft. So ließen sich OSS-Anwendungen kostenlos und beliebig oft für ein Unternehmen herunterladen, oder eben beim SaaS-Anbieter nach Bedarf bestellen und wieder kündigen. Softwarelizenzen dagegen müssten gekauft werden und könnten nicht beliebig innerhalb einer Firma ausgetauscht werden.
Außerdem entstünden für den Nutzer durch die Verwendung der beiden Lösungen keine zusätzlichen Kosten durch Bugfixes oder Updates, da diese von den Entwicklern geliefert würden und das meistens sehr zeitnah.

Diese Faktoren seien heute essentiell, um dem schnellen Wandel der Business- und Technologielandschaft gerecht zu werden, meint Mulholland. Wenn viele Menschen an vielen verschiedenen Orten an einer gemeinsamen Lösung arbeiteten, sei proprietäre Software ein Hindernis. Ein Mix aus OSS und SaaS garantiere dagegen Flexibilität und Einsparmöglichkeiten.

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Christoph Reitz
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