Dolmetscher in IT-Babel

Dashboards für den Durchblick

Für den schnellen Überblick und ein einfaches „Drill-down“ zu den Details eines Application-Delivery-Prozesses sorgen die aus dem Business-Intelligence-Umfeld bekannten Dashboards. Grafisch aufbereitet und mit intuitiv erfassbaren Signalen wie Ampeln, Tachometern oder Thermometerskalen visualisiert, lassen sich selbst komplexeste Projekte schnell erfassen. Je nach Rolle des Benutzers im Prozess kann das Dashboard verschiedene Darstellungen enthalten und die Kennzahlen aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchten. So sehen Softwareentwickler auf ihrem Dashboard zum Beispiel die Performance- und Qualitätssicherungsdaten der Module, für die sie zuständig sind. Der IT-Projektleiter bekommt eine Zusammenfassung zu sehen, kann aber im Bedarfsfall jedes Projektmodul einzeln aufrufen und bei Problemen auf Ursachensuche gehen. Die Fachseite wiederum wird mit einem Überblick über den Projektstatus versorgt, der Soll und Ist im Zeitplan abträgt und den Beitrag bereits finalisierter Applikationsteile auf die Unternehmensperformance illustriert. Allen Dashboard-Perspektiven ist gemeinsam, dass sie auf eine einheitliche, durch die Application-Delivery-Management-Lösung konsolidierte Informationsbasis zugreifen.

Best Practices zeigen den Weg

Viele Jahrzehnte Mühen mit Softwareentwicklungsprojekten haben doch ein Gutes. Es gibt viele Fehler, die schon einmal gemacht wurden und zu deren Vermeidung Beratungsfirmen wie Softwarehersteller optimale Vorgehensweisen entwickelt haben. Diese neudeutsch Best Practices genannten Regeln der guten Projektführung können genauso formalisiert werden wie die Ziele und Erfolgsparameter eines laufenden Vorhabens. Damit eignen sie sich als Orientierung und Prüfstein für den Fortschritt eines Application-Delivery-Prozesses.

Durch so genanntes „Mapping“ werden die Idealparameter der Best Practices den Ist-Werten des Projekts zugeordnet. Der direkte Vergleich, abgebildet im Dashboard, hilft bei der Bestimmung des Status der Application Delivery. Durch eingehende Analyse lassen sich Problembereiche detailliert herausfiltern und Strategien zur Lösung entwickeln.

IT-Verantwortliche profitieren von Best Practices in mehrerer Hinsicht. Sie gewinnen für sich und ihr Team die Sicherheit, dass ihre Anstrengungen in die gewünschte Richtung gehen und wesentliche Parameter der Qualitäts- und Performancesicherung gleichsam in den Entwicklungsprozess eingebaut sind. Alle drei Bereiche, Entwicklung, Qualitätssicherung und Performanceüberwachung, verwenden die gleichen Kennzahlen, sprechen vom gleichen Problem und arbeiten als echtes Team an der gleichen Lösung dafür. Diese Transparenz trägt wesentlich zur besseren Teamkommunikation und zu zielgerichteter Zusammenarbeit bei.

Im Gespräch mit der Fachseite wiederum können die IT-Experten durch den Abgleich mit Best Practices leichter für einen bestimmten Lösungsweg argumentieren. Schließlich haben sie direkten Einblick in die businessseitigen Auswirkungen des Projekts und können den Anwendern so besser vermitteln, weshalb der vorgeschlagene Weg dem Geschäftsziel dient. So lassen sich Widerstände auf der Fachseite schneller ausräumen und die IT als Beraterin im eigenen Haus etablieren.

Fazit

Der Erfolg komplexer Entwicklungsprojekte steht und fällt mit der richtigen Basis für konstruktive Kommunikation zwischen IT und Business. Application Delivery Management, die integrierte Steuerung von Anforderungsmanagement, Softwareentwicklung, Qualitätssicherung und Performancemessung mithilfe automatisiert erfasster Kennzahlen bringt die dazu nötige Transparenz. Die Disziplin ist noch jung und wird vielerorts erst in Teilen praktiziert. Doch darin liegt auch eine große Chance für Beratungshäuser und Service-Provider. Sie können sich als Partner von Fachabteilungen, Management und IT-Leitern unentbehrlich machen, indem sie ihre jahrelange Projekterfahrung in Best Practices formalisieren und über ADM-Lösungen für jedermann verfügbar machen.

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