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OpenStack Ussuri: Mehr Zuverlässigkeit, Sicherheit und Vielseitigkeit

Mark Collier

© Shutterstock / Konstantin Baidin

Die OpenStack-Community veröffentlichte im Mai dieses Jahres die neueste Version des Stacks. Mit OpenStack Ussuri soll das Softwareprojekt zuverlässiger, sicherer und vielseitiger werden. In seinem Artikel gibt Mark Collier, Chief Operating Officer von OpenStack, eine Übersicht über die neuen Features der aktuellen Version.

Es war Pionierarbeit, was OpenStack hinsichtlich des Konzepts der offenen Infrastruktur vor zehn Jahren geleistet hat. Seitdem ist dieses zum Standard der offenen Infrastruktur als Dienst (IaaS = Infrastructure as a Service) geworden. In jüngster Zeit führten neue Arbeitslast-Anforderungen wie KI, ML, Edge Computing und IoT dazu, dass das Projekt sich weiterentwickelt: Es unterstützt neue Chip-Architekturen, skalierbare Automatisierung, Bare Metal sowie die Integration mit unzähligen Open-Source-Komponenten. Intelligente offene Infrastruktur heißt die Integration von Open-Source-Komponenten, die für diese Anforderungen weiterentwickelt werden. So entsteht eine sich selbst überwachende und replizierende Infrastruktur, die ein großes Spektrum an Anwendungsfällen bietet.

Und jetzt hat die globale OpenStack-Community erneut geliefert: Seit Mai steht mit Ussuri, die 21. Version der quelloffenen Cloud-Infrastruktursoftware zur Verfügung. Da sich OpenStack als beliebte Open-Source-Infrastruktur für Container, VMs und Bare-Metal in der Private Cloud herausgestellt hat, verstärkt die Ussuri-Version das, wofür OpenStack bekannt ist – nämlich die solide Leistung von virtuellen Maschinen und Bare Metal im großem Maßstab. Diese neue Version verzeichnet Verbesserungen in Bezug auf Zuverlässigkeit, Sicherheit und Verschlüsselung sowie eine erweiterte Flexibilität zur Unterstützung neuer Anwendungsfälle. Für Ussuri hat die globale OpenStack-Community über 24.000 Codeänderungen von über 1.000 Entwicklern aus 188 verschiedenen Organisationen und über 50 Ländern beigesteuert.

Ussuri hält eine Fülle an Verbesserungen bereit. Insbesondere folgende Neuerungen zeigen, wie die 21. Version von OpenStack auf jeder Ebene des Infrastruktur-Stacks die Benutzeranforderungen noch besser unterstützt:

  • Die Integration von Cyborg (Accelerator Life-Cycle-Management) mit Nova (Compute-Service) wurde abgeschlossen. Benutzer können jetzt über Nova Serverinstanzen mit von Cyborg verwalteten Beschleunigern starten.
  • Im Bare-Metal-Dienst Ironic wurde die Unterstützung für einen Hardware-Retirement-Workflow hinzugefügt, um die automatische Stilllegung in Managed Clouds zu ermöglichen.
  • Kolla (containerisierte Implementierung von OpenStack) bietet jetzt Anfangsunterstützung für die TLS-Verschlüsselung von Backend-API-Diensten, die eine durchgängige Verschlüsselung des API-Verkehrs ermöglicht. Derzeit wird Keystone unterstützt.
  • In Kuryr (Brücke zwischen OpenStack und Container-Vernetzung) gibt es jetzt Unterstützung für IPv6.
  • Der Rechendienst Nova unterstützt jetzt auch die kalte Migration und Größenänderung von Servern zwischen Nova-Zellen.
  • Octavia (Load-Balancing-Service) unterstützt jetzt auch Lastverteilung in bestimmten Verfügbarkeitszonen, was die Lastverteilung auch in Edge-Computing-Umgebungen ermöglicht. Außerdem können Octavia-Benutzer jetzt die für Listeners und Pools annehmbaren TLS-Codierungen angeben, wodurch Lastverteiler die Einhaltung von Sicherheitsanforderungen durchsetzen können.
  • Der Containerdienst Zun bietet jetzt auch Unterstützung für Kubernetes CRI Runtime. Zun setzt mit CRI-Runtime das Konzept der Kapsel (Pod) um. Somit kann Kubernetes die Zun-API zur Erstellung von Pods nutzen, einschließlich in sicheren Kata-Containern.

OpenStack-Mitarbeiter entwickeln derzeit weitere Funktionen und werden die Software für Anwendungsfälle wie Edge Computing, 5G und AI / Machine Learning verfeinern.

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Geschrieben von
Mark Collier

Mark Collier ist Chief Operation Officer bei OpenStack.

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