Docker kauft Koality: Container-Technologie trifft Continuous Integration

Michael Thomas
Screenshot: https://www.docker.com

In Rahmen einer kürzlich beendeten Finanzierungsrunde konnte Docker rund 40 Millionen US-Dollar einnehmen. Das Geld fließt dabei zumindest teilweise in die Übernahme anderer Unternehmen: Bereits im Juli diesen Jahres kaufte Docker die in London ansässigen Orchard Laboratories auf, die einen Container Orchestration-Service auf Docker-Basis gebaut hatten. Wie Gigaom berichtet, kommt mit Koality nun ein vielversprechendes, knapp 60 Mitarbeiter starkes Startup hinzu, das sich auf Tools für Kontinuierliche Integration spezialisiert hat.

Beide Aufkäufe sind nachvollziehbar: So erleichtert einerseits das Orchestration-Tool von Orchard Laboratories das gleichzeitige Managen mehrerer Docker-Container. Andererseits erlauben es die Tools von Koality, konsistenteren und weniger fehleranfälligen Code über mehrere Cloudserver hinweg zu erstellen. Darüber hinaus können Entwickler mithilfe von Koality eine On-Premise-Komponente nutzen, um ihren Code innerhalb der eigenen Infrastruktur zu nutzen. Dies ist insbesondere deshalb wichtig, da sich vermehrt auch konservative Unternehmen, Organisationen und Institutionen – beispielsweise aus dem Finanzbereich, dem produzierenden Gewerbe, aber auch Regierungsstellen – für Dockers Container-Technologie interessieren.

Docker beschränkt sich also nicht mehr nur auf die Optimierung von IT-Prozessen, sondern richtet sein Augenmerk vermehrt auf die Anwendungsentwicklung. Erst komme die Entwicklung, dann der Betrieb, so Ben Golub, CEO von Docker, gegenüber Gigaom. 

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Michael Thomas
Michael Thomas
Michael Thomas studierte Erziehungswissenschaft an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz und arbeitet seit 2013 als Freelance-Autor bei JAXenter.de. Kontakt: mthomas[at]sandsmedia.com
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