Docker in der Cloud = Clocker

Claudia Fröhling
Docker (Quelle: docker.com)

Docker ist derzeit in aller Munde – mit der Open-Source-Technologie lassen sich portable, leichtgewichtige Container für Anwendungen erzeugen. Dabei baut Docker auf dem Linux Container (LXC) Projekt auf, das spezielle Kernel-Funktionalitäten nutzt, um einzelne Prozesse voneinander zu isolieren. Nicht umsonst gewann Docker kürzlich den JAX Innovation Award in der Kategorie “Most Innovative Open Technology”. Vor wenigen Wochen konnte das Projekt auch sein erstes Major Release feiern.

Docker braucht Freunde

Aber so populär Docker derzeit auch ist und stellvertretend für die heutige Zeit der Anwendungsportabilität und flexiblen Infrastrukturen steht, so sehr ist Docker auch auf ein um sich herum wachsendes Ökosystem angewiesen, das die Bereiche abdeckt, die die Container-Technologie selbst nicht abdecken kann.

Docker in der Cloud mit Clocker

Ein Beispiel für einen derartigen “Freund” ist Clocker aus dem Hause Cloudsoft. Das Open-Source-Projekt soll Resilience, Fehlertoleranz und Skalierung für Docker-Projekte bringen, heißt es auf der Projektseite. Dafür erstellt es eine Docker Cloud, die die Container über mehrere Hosts hinweg zur Verfügung stellt. Dabei kann jede Public oder Private Cloud als Infrastruktur genutzt werden.

Apache Brooklyn

Clocker holt sich dazu Hilfe von einem Apache-Incubator-Projekt: Brooklyn hilft bei der Verwaltung und dem Monitoring der Docker-Container und baut wiederum auf der Cloud-Bibliothek Apache jclouds auf. Auf der Cloudsoft-Seite findet sich ein guter Überblick über das Zusammenspiel der Technologien:

Docker-Architektur mit Clocker

Der Cloudsoft-Blog bietet weitere Informationen zu Clocker, samt erste Schritte bei der Erstellung des eigenen Clocker-Projekts. Lesenswert ist ebenfalls der Beitrag von The New Stack.

Docker-Ökosystem

Clocker ist nur ein Beispiel für ein wachsendes Docker-Ökosystem. Erst kürzlich berichteten wir von Cloudbreak, das ein Docker-basiertes Hadoop Provisioning bereitstellt. Dafür kommt ein REST API zum Einsatz, das bei der Verwaltung von Hadoop Clustern helfen soll.

Wer sich genauer mit Docker beschäftigen möchte, sollte einen Blick auf das Programm der kommenden W-JAX in München werfen. Michael Johann wird dort eine Einführung in die Container-Technologie geben: Andocken bitte! Und merken Sie sich den 6. August vor – dann erscheint nämlich das nächste Java Magazin mit Docker-Titelthema!

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Claudia Fröhling
Claudia Fröhling
Claudia Fröhling hat in verschiedenen Redaktionen als TV- und Onlineredakteurin gearbeitet, bevor sie 2008 zur Software & Support Media GmbH kam und sich bis 2014 um alle Projekte des Verlages im Ressort Java kümmerte. Claudia hat einen Abschluss in Politikwissenschaften und Multimedia Producing. Ihr Google+ Profil findest du hier.
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