Docker allein ist nicht genug

Michael Thomas

© Shutterstock.com/Vasileios Karafillidis

Der Tool-Anbieter JFrog fand im Rahmen des Developer and DevOps Trends Survey 2015 heraus, dass 98 % der Docker-Nutzer mindestens eine zusätzliche Packaging-Technologie nutzen.

„Die Containerwelt brodelt an allen Ecken und Enden“ – so lautete das Fazit des JAXenter-Autoren Peter Roßbach von der diesjährigen DockerCon in San Francisco.
Diese Erkenntnis kommt nicht von schlechten Eltern: Obwohl sich die quelloffene Container-Technologie auch schon im Kreuzfeuer der Kritiker wiederfand, wächst ihr Ökosystem weiterhin rasant; Dockers Firmenwert beläuft sich geschätzt mittlerweile auf rund eine Milliarde US-Dollar.

Developer and DevOps Trends Survey

Grund genug, sich einmal mit der Verbreitung von Docker im Praxiseinsatz zu beschäftigen – dachte sich wohl auch der Tool-Anbieter JFrog: Dessen Developer and DevOps Trends Survey 2015 untersuchte, wie verschiedene Unternehmen ihre Software-Ökosysteme aufbauen. Besonderes Augenmerk wurde dabei auf die Frage gelegt, welche Packaging-Formate von Docker-nutzenden Unternehmen verwendet werden.

Eine interessante Tatsache vorweg: Trotz des stellenweise aufkochenden Hypes um Docker gab nur rund ein Drittel der Teilnehmer an, Docker überhaupt zu nutzen. Von denjenigen, die Docker nutzten, gaben 98% an, mindestens eine zusätzliche Packaging-Technologie zu verwenden:

Anzahl der genutzen Packaging-Technologien (Quelle: jfrog.com)

Anzahl der genutzten Packaging-Technologien (Quelle: jfrog.com)

Bei den verwendeten Packaging-Technologien hat Maven mit 53 % klar die Nase vorn. Mit bereits deutlichem Abstand folgt der Rest der Top-5: Npm (44 %), YUM/RPM (42 %), Vagrant (32 %) und Bower (25 %).

Genutzte Packaging-Technologien (Quelle: jfrog.com)

Genutzte Packaging-Technologien (Quelle: jfrog.com)

JFrogs Fazit auf Grundlage der erhobenen Daten: Die heutige Softwareentwicklung ist derart vielfältig und komplex, dass eine einzige Packaging-Technologie offenbar nicht ausreichend ist.

Über JFrog

Der Tool-Anbieter JFrog ist insbesondere für zwei Produkte, die auf Open-Source-Technologien basieren, bekannt: Bintray ist eine Art Hosting-Plattform für Binaries. Anders als etwa bei GitHub geht es bei Bintray nicht um Quellcode-Verwaltung sondern um die Distribution lauffähiger Software-Pakete. Das zweite ist der Repository-Manager Artifactory, der eine Verwaltungskonsole für Artefakte mit integriertem Rechtesystem bereitstellt. Artifactory kann auch als Proxy zwischen dem verwendeten Buildtool und der Außenwelt agieren.

Aufmacherbild: You are not alone. Chessmen in front of the mirror von Shutterstock / Urheberrecht: Vasileios Karafillidis

Geschrieben von
Michael Thomas
Michael Thomas
Michael Thomas studierte Erziehungswissenschaft an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz und arbeitet seit 2013 als Freelance-Autor bei JAXenter.de. Kontakt: mthomas[at]sandsmedia.com
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