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Dockers neuester Streich

Docker 1.9 & Swarm 1.0 sind da

Mascha Schnellbacher

© Docker

Gleich zwei große Neuigkeiten gibt es aus dem Docker-Universum zu vermelden: Docker 1.9 setzt mit umfassenden Updates zum Rundumschlag an und Swarm 1.0 hat die Produktionsreife erreicht.

Mittlerweile führt kaum noch ein Weg an Docker vorbei, wenn es um das Erstellen, Verteilen und Ausführen von modernen Applikationen geht. Kein Wunder, immerhin bietet die Plattform Entwicklern zahlreiche Vorteile für die tägliche Arbeit. Das Entwickler-Team hinter Docker hat nun seinen neuesten Streich vorgestellt: Docker 1.9 und Swarm 1.0 wurden veröffentlicht. Auf dem Docker-Blog stellt Ben Fisherman die wichtigsten Neuerungen für beide Tools vor.

Docker 1.9 – News und Änderungen

Docker 1.9 unterstützt nun Multi-Host Networking: Nutzer können virtuelle Netzwerke in Docker Engine erstellen, die mehrere Hosts umfassen. Zu diesen Netzwerken lassen sich von überall her Container hinzufügen, sodass eine vollständige Kontrolle über die gesamte Netzwerk-Topologie gegeben ist. Zusätzlich können per Plugin die Netzwerke, die das System versorgen, ausgeschaltet werden. So kann mit jedem Netzwerk-System interagiert werden, ohne zuvor eine Applikation modifizieren zu müssen.

Auch Persistent Storage wurde verbessert: Das Dateisystem wurde komplett neu gestaltet, sodass es jetzt einfacher zu bedienen ist. Da das System mit Swarm kompatibel ist, kann Persistent Storage über den gesamten Cluster verwaltet werden. Treiber sind für Blockbridge, Ceph, ClusterHQ, EMC und Portworx verfügbar. Für weitere Informationen empfiehlt sich die Volume Documentation und die Volume Plugins Documentation.

Docker Engine 1.9 und Docker Compose 1.5

Zusätzlich zum Networking- und Volume-Management bringt das Docker-Engine-1.9-Release weitere Features mit sich:

  • Build-time arguments in Dockerfile
  • Concurrent image pull
  • Custom stop signals
  • AWS CloudWatch logging driver
  • Disk I/O metrics

In den zugehörigen Release Notes findet sich eine ausführliche Auflistung mit allen Änderungen.

Auch Docker Compose 1.5 kommt mit einigen Neuerungen daher: So unterstützt Docker Compose nun Windows, verfügt über einen besseren Support für multiple Umgebungen und ermöglicht die Nutzung von Umgebungsvariablen in Compose Files. Für einen tieferen Einblick bieten sich auch hier die Release Notes an.

Um alle Neuerungen komprimiert in der Entwicklung einzusetzen, steht die Docker Toolbox zum Download zur Verfügung. Darin finden sich die neuesten Versionen aller oben genannten Tools, gebündelt in einem praktischen Installer. Zudem ist in der Docker Toolbox Machine 0.5 enthalten, ein Tool zum Erstellen von Docker Engines auf dem Laptop und in der Cloud.

Des Weiteren gibt es eine neue Version von Docker Registry – v2.2. Diese unterstützt Google Cloud Storage sowie den Read-only-Modus und bringt Verbesserungen im HTTP-Bereich mit sich. Die Release Notes geben Aufschluss über alle Neuerungen; zum Download steht Docker Registry 2.2 auf der Projektwebseite bereit.

Docker Swarm 1.0

Einen weiteren Meilenstein markiert die Veröffentlichung von Docker Swarm 1.0, das sich aus der Beta-Phase verabschiedet. Gemeinsam mit dem Multi-Host Networking und dem neuen Volume-Management in Docker Engine 1.9 kann Swarm genutzt werden, um Apps im Produktiveinsatz in jeder Skalierung zu verwenden. Jedes Netzwerk, das in Swarm erstellt wird, arbeitet dank Multi-Host Networking nahtlos über mehrere Hosts. Auch die Unterstützung von Persistent Storage hilft dabei, dauerhafte Daten in Swarm zu speichern. In den Release Notes findet sich die detaillierte Dokumentation zu allen Änderungen und Neuerungen in Swarm 1.0.

Ausführliche Informationen zu allen Neuerungen und Änderungen in Docker 1.9 und Swarm 1.0 finden sich in den zugehörigen Blogposts.

Geschrieben von
Mascha Schnellbacher
Mascha Schnellbacher
Mascha Schnellbacher studierte Buchwissenschaft und Deutsche Philologie an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz. Seit Juni 2015 arbeitet sie als Redakteurin in der Redaktion des Entwickler Magazins bei Software & Support Media. Zuvor war sie als Lektorin in einem Verlag sowie als freie Editorin tätig.
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