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Mehr Spaß beim „containern“

Docker 1.8 mit Image-Verifizierung und neuem Installer

Michael Thomas

Docker-Logo (© Docker, Inc.)

Docker, dass quelloffene Projekt für die Erzeugung leichtgewichtiger, portierbarer Container für beliebige Anwendungen, hat eine neue Nebenversion erreicht. Docker 1.8 bringt zahlreiche Neuerungen wie das neue Content Trust-Feature und den Installer Docker Toolbox mit sich.

Content Trust nennt sich das neue Feature, das der Verifizierung der Entwickler von veröffentlichten Docker-Images dient. Dazu werden die Images beim Hochladen in eine Registry mit dem privaten Schlüssel des Entwicklers versehen. Wenn ein User das entsprechende Image später pullt, prüft die lokale Docker-Installation die Signatur und stellt somit sicher, ob es sich wirklich um das richtige Image handelt und ob es sich im Originalzustand befindet (oder eventuell verändert wurde).

Mit Docker Toolbox hat das aktuelle Release einen neuen Installer für Mac OS X und Windows im Gepäck, der den Entwicklern zufolge den bislang schnellsten Weg darstellt, eine Docker-Entwicklungsumgebung einzurichten: Er installiert den Docker-Client, Machine, Compose (bislang nur für Mac) und VirtualBox – das Boot2Docker-Skript hat somit ausgedient.

Das in Version 1.7 noch experimentelle Volume-Plug-in-System für Docker Engine gilt nun als stabil. Mit seiner Hilfe ist es möglich, Docker-Volumes mit den Speichersystemen von Drittanbietern zu sichern. Die Ökosystempartnern Blockbridge, Ceph, ClusterHQ, EMC and Portworx bieten entsprechende Plug-ins an. Neue Logging-Treiber für die Logging-Systeme GELF und Fluentd gehören ebenso zu Docker 1.8 wie beispielsweise die Möglichkeit, per docker cp-Befehl Dateien vom Host in den Container zu kopieren.

Docker Registry und Orchestrierung

Des weiteren bringt Docker 1.8 eine Akutalisierung für Docker Registry, Version 2.1, mit sich. Die neue Version soll für eine höhere Geschwindigkeit und bessere Sicherheit sorgen und hält zudem einige neue Features, wie etwa die Auflistung der Inhalte der Registry über die API und zusätzliche Storage-Treiber (für OpenStack Swift, Ceph Rados und nd Aliyun OSS) bereit.

Last but not least hat auch die Orchestrierung verteilter Anwendungen mit Compose ein Update erfahren: So versprechen die Entwickler in Compose 1.4 allgemein einen deutlichen Geschwindigkeitsschub. Des Weiteren können via container_name-Option von jetzt an benutzerdefinierte Namen für Container vergeben werden, außerdem kann Compose Konfigurationen nun aus der Standardeingabe (stdin) lesen, was eine automatische Generierung derselben ermöglicht.

Ausführlichere Informationen zu allen Neuerungen können der offiziellen Ankündigung bzw. dem Changelog entnommen werden.

Geschrieben von
Michael Thomas
Michael Thomas
Michael Thomas studierte Erziehungswissenschaft an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz und arbeitet seit 2013 als Freelance-Autor bei JAXenter.de. Kontakt: mthomas[at]sandsmedia.com
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