Docker 1.0 ist da!

Redaktion JAXenter
Quelle: http://docker.com

Im März 2013 wurde Docker vom Unternehmen Dotcloud als Open-Source-Projekt freigegeben. Rund fünfzehn Monate und 8.741 Codebeiträge später kann das hoch gejubelte Container-Projekt sein erstes Major Release verkünden. Die Versionsnummer 1.0 kennzeichne eine stabile, produktionsreife, rückwärtskompatible und Feature-komplette Software, heißt es in der Mitteilung. Zusätzlich würden neben einer vollständigen Dokumentation ab sofort auch Trainingsprogramme und professioneller Support angeboten.

Mit der 1.0 möchte das Projektteam Docker fest als offene Plattform etablieren, die sich aus der Docker Engine, der Container-Runtime und den Paketierungswerkzeugen sowie der Cloud-basierten Kollaborationsplattform Docker Hub zusammensetzt.

Neu ist in diesem Release u.a. die Build-Anweisung COPY, die Dateien und Ordner unverändert aus dem Build-Kontext kopiert. Mit der Docker-Engine können laufende Container ab sofort angehalten und wieder gestartet werden, um Ressourcen gezielter einzusetzen.

Gefeilt wurde zudem an der ADD-Anweisung, am Sicherheitsprofil und am Device Mapper. Last but not least bekam die Docker-Engine durch die IANA (Internet Assigned Numbers Authority) feste Ports zugewiesen: Port 2375 für HTTP- und 2376 für HTTPS-Verbindungen mit dem Docker-API. Einen Überblick über alle Codebeiträge liefert die GitHub-Seite. Eine Installationsanleitung samt Downloads befindet sich auf der Projektseite.

Docker ist ein Open-Source-Projekt, mit dem sich leichtgewichtige, portierbare Container für beliebige Anwendungen erzeugen lassen. Bei den JAX Innovation Awards 2014 gewann das Projekt den ersten Preis in der Kategorie „Most Innovative Open Technology“. Im Januar 2014 hatte das Venturekapital-Unternehmen Greylock Partners das Docker-Projekt mit einer Finanzspritze in Höhe von 15 Millionen Dollar bedacht. 

Zu der Riege der Docker-Nutzer gehören u. a. Rackspace, Baidu, Yandex, ebay, Spotify, opentable, cloudflare, mailgun, relateiq, rethinkdb, Gilt, Yelp, und New Relic. Auch Google zeigt Interesse an der Technologie, wie Wired ausführlich berichtet. Laut Julien Barbier, Community Manager bei Docker, Inc., stammen rund 95 % der Beiträge zum Projekt nicht vom Unternehmen selbst, sondern aus der rasant wachsenden Community. Mehr Hintergründe erfahren Sie im JAXenter-Interview mit Barbier.

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