Die Zukunft von GWT heißt Vaadin

Hartmut Schlosser

Das Webframework Vaadin ist eine tiefere Allianz mit dem Google Web Toolkit eingegangen. Bisher wurde GWT von Vaadin als Rendering Engine verwendet – daran ändert sich auch nichts. Neu ist hingegen, dass in Vaadin 7 eine komplette GWT-Version enthalten sein wird, die vom Vaadin-Team unterhalten wird.

Wie Vaadin-Entwickler Joonas Lehtinen berichtet, wird Vaadin 7 dadurch ein Client-seitiges UI-Entwicklungsmodell unterstützen – ohne das bewährte Server-seitige Vaadin-Modell zu beeinträchtigen. Die neuen Client-seitigen Kapazitäten stellen Optionen dar, um bei Bedarf auch Vaadin Client-Module in seine Anwendung zu integrieren.

Auf der vergangenen Google I/O hatte Google Pläne bekannt gegeben, GWT in einen offeneren Entwicklungsprozess zu überführen. Ein unabhängiges Komitee soll die zukünftigen Richtungsentscheidungen zur Weiterentwicklung des Google Web Toolkit treffen. Vaadin-Entwickler sind Teil dieses Komitees (vertreten ist Artur Signell von Vaadin) und somit direkt am Puls des Geschehens, wenn es um GWTs Zukunft geht. Als erste Implikation dieser Entwicklungen wird der Vaadin Pro Account Online Support und der Vaadin Key Account Enterprise Support auch Support für GWT umfassen.

Der Weg eines GWT-Entwicklers hin zu Vaadin war noch nie kürzer – und uns würde es nicht wundern, wenn Vaadin die GWT-Zügel bald noch fester in die Hand nimmt. Schon jetzt verkündet Lehtinen stolz:

This makes us the only source for first level commercial support for GWT.

UPDATE: Das neue Komitee setzt sich aus folgenden Personen zusammen (Danke an @pgtaboada für die Information):

  • Ray Cromwell (Google)
  • Artur Signell (Vaadin)
  • Darrell Meyer (Sencha, GXT)
  • Mike Brock (RedHat, Errai/JBoss)
  • Thomas Broyer (individual contributor)
  • Stephen Haberman (Bizo)
  • Daniel Kurka (MGWT)
  • Christian Goudreau (Arcbees, GWTP Library)
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Hartmut Schlosser
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