Die Zukunft von GlassFish scheint rosig

Claudia Fröhling

Nachdem sich die Wogen des Oracle/Sun-Mergers geglättet haben, steht die neue Roadmap für den Open Source verfügbaren Application Server GlassFish fest. GlassFish wird zukünftig auf zwei Seiten zu Hause sein, einmal auf dem bekannten GlassFish.org, das als Community-Seite dienen soll und Forum, Wiki und Binaries beheimaten soll. Und zum anderen auf Oracle.com, als kommerzielle Seite mit der offiziellen Dokumentation, Support und der Oracle-Distribution mit den Standar-Oracle-Lizenzen (OTN Evaluation License und Deployment License).

Auf die neuen Lizenzen können sich GlassFish-Nutzer also ebenso einstellen wie auf neue Add-ons, die im Bundle mit der Oracle-Distribution erhältlich sein sollen. Dieses Bundle wird sich zukünftig Oracle GlassFish Server nennen und als kommerzielle Distribution verfügbar sein.

Mit dieser Bekanntmachung hat Oracle einige Sorgen der Community wegwischen können, zum Beispiel, dass GlassFish weiter Open Source verfügbar sein wird. Auch wurde versichert, dass es weiterhin Committer geben wird, die nicht von Oracle kommen sollen. Die Add-Ons bleiben auch in Zukunft Closed Source.

Wie geht es nun weiter? Als nächstes ist GlassFish 3.1 in Planung, 2011 soll dann 3.2 folgen. Diese Version soll sich besser mit Oracle Identity Management integrieren und Virtualisierung unterstützen. GlassFish 4, das große Major Release, ist momentan für das Jahr 2012 vorgesehen.

Es scheint, dass Oracle es wirklich ernst meint mit GlassFish und seiner Community. Die Zukunft wird zeigen, inwiefern Oracle die Entwicklung des verbreiteten Application Servers unterstützen und vorantreiben wird. Die Slides der Roadmap-Präsentation sind über den The-Aquarium-Blog verfügbar.

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Claudia Fröhling
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