Die meisten Entwickler nutzen ihre Lieblingstools – und die anderen?

Hartmut Schlosser

Jeder Entwickler hat so seine Lieblingstools, -sprachen und -Frameworks. Doch frei austoben kann er sich damit in laufenden Projekten meistens nicht. Hier kommen einem die Vorgaben von Architekten, Projektmanager oder Operator in die Quere, die es zu berücksichtigen gilt – denn man muss ja die Best Practices, die Kohärenz der Codebasis, die geteilte Infrastruktur, den Methoden-Mix mit seinem darauf abgestimmten Tooling im Auge behalten.

Joachim Arrasz hat diese Problematik in seiner Kolumnme „Be pragmatic, not dogmatic!“ behandelt – und passend dazu fragten wir Sie in einem Quickvote:

Entwickler! – Wie frei seid Ihr bei der Wahl Eurer Tools?

Es hat sich dabei ergeben, dass wir es in dieser Hinsicht wohl mit einer erfreulich zufriedenen Entwicklerschaft zu tun haben. Hier das Ergebnis im Überblick:

  • Ich habe bei meiner Arbeit große Freiheiten, die Tools, Sprachen und Frameworks zu nutzen, die ich möchte. (26%)
  • Ich muss grundlegende Technologie-Vorgaben berücksichtigen, habe aber dennoch einen zufriedenstellenden Freiraum bei der Wahl meiner Mittel. (40%)
  • Ich habe zwar einen kleinen Freiraum bei der Wahl meiner Mittel, muss aber zu viele Technologie-Vorgaben berücksichtigen. (19%)
  • Ich muss mich in meiner Arbeit strikt an die Vorgaben der Architekten/Operator/Manager halten. Von Freiheit bei der Wahl meiner Mittel kann hier nicht die Rede sein. (15%)

    Teilnehmer: 426

Immerhin sind aber auch 34 Prozent der Teilnehmer unzufrieden, was die freie Wahl ihrer Mittel anbelangt. Vielleicht sollte man den Vorgesetzten dieser Gruppe die Empfehlung von Joachim Arrasz ans Herz legen:

Meiner Meinung nach kann dieses Dilemma recht einfach gelöst werden. Architekten kümmern sich mehr um die Systemintegration sowie um grundlegende Dinge wie Lastanforderungen und dergleichen. Die Entwickler bekommen dadurch klare Grenzen und Vorgaben, wie Systeme eingebunden werden müssen, und vor allem mit welchen Tools. Sie haben dann aber innerhalb ihres Systems recht freie Hand wie diese Integration implementiert wird und sind somit deutlich motivierter bei ihrer eigentlichen Arbeit.

Geben Sie Ihrem Chef doch einfach mal den Link zum Artikel: „Modernes Tooling versus etablierte Best Practices“ an die Hand. Vielleicht wird er dadurch ja sensibilisiert und geht die Sache beim nächsten Projekt etwas anders an.

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Hartmut Schlosser
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