DevOps im Spannungsfeld zwischen Technologie und Kultur

DevOpsCon 2016 eröffnet: Im Zentrum steht der Mensch

Hartmut Schlosser

Sebastian Meyen eröffnet die DevOpsCon 2016

„Tools do not make DevOps“ mahnte Greg Bledsoe in seiner Eröffnungskeynote der DevOpsCon 2016 in München. Seine Kernaussage: Die Einführung neuer Werkzeuge und Prozesse bringt ein Unternehmen nur dann weiter, wenn sie mit Veränderungen der Unternehmenskultur einher geht. Doch was genau ist Unternehmenskultur?

Die DevOpsCon startete heute in München mit ihrem Hauptprogramm, in dem das breite Themenspektrum der DevOps-Bewegung in vier parallelen Tracks diskutiert wird: Continuous Delivery, Cloud-Plattformen, Container-Technologien, Microservices und Unternehmenskultur.

Im Spannungsfeld zwischen Technologie und Kultur

Program Chair Sebastian Meyen präsentierte in der Eröffnungsrede DevOps als Bewegung, die im Spannungsfeld zwischen Kultur und Technologie den Menschen ins Zentrum stellt. Neue Technologie-Ansätze wie Cloud, Continuous Delivery, Container und Microservices forderten dazu heraus, die IT in ihrer Funktionsweise und Unternehmensrolle neu zu denken.

Greg Bledsoe knüpfte an diese Sichtweise an, indem er den Transformationsprozess einer Unternehmenskultur hin zu den Werten der DevOps-Bewegung aufschlüsselte. Maßgeblich beeinflusst wird die Unternehmenskultur laut Bledsoe von der sie umgebenden gesellschaftlichen Kultur, von der die meisten Mitarbeiter eines Unternehmens letztlich geprägt sind. Im Unternehmenskontext gesellt sich dazu die kulturelle Mentalität der Führungsebene, die auf die Mitarbeiter ausstrahlt.

Leute lernen schnell, wofür sie gelobt werden, wofür sie getadelt werden.

Deshalb kommt den Führungspersönlichkeiten eines Unternehmens eine Schlüsselstellung zu, um DevOps-Werte wie Kollaboration, Vorwurfsfreiheit, Autonomie, Experimentalkultur vorzuleben und im Unternehmen zu verankern.

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Greg Bledsoe in seiner DevOpsCon-Keynote: Overcoming Obstacles to DevOps

DevOps-Praxis

Wie wirkt sich eine DevOps-Kultur nun aber auf die konkrete Arbeit und Organisationsweise im Unternehmen aus?

Kollaboration funktioniert laut Bledsoe genau dann am besten, wenn die Ziele und Motivationen der Teams miteinander in Einklang gebracht werden. Eines der größten Hindernisse für DevOps sei es deshalb, Teams unterschiedliche Anreize zu geben, sodass diese immer nur ihre je eigenen Zielsetzungen im Blick haben.

Zielsetzungen werden wiederum am besten miteinander in Einklang gebracht, wenn hierarchische Silos im Unternehmen abgebaut werden. Diese Silos fallen, wenn die Motivationen der Teams mit den Business-Zielen übereinstimmen.

Insofern beschreibt Bledsoe DevOps als Bewegung, in der Technologie auf Business Value abgebildet wird, um Verschwendung und Dysfunktionalität zu eliminieren und die Qualität zu steigern. Erreicht wird dadurch die schnellere Auslieferung wertvoller Software, die den Kundenbedürfnissen besser entspricht und dem Unternehmen somit Wettbewerbsvorteile beschert.

Mit dieser Suche nach den konkreten Ansatzpunkten einer DevOps-Transformation entließ Bledsoe die rund 500 Teilnehmer der DevOpsCon in die weiteren Sessions des Tages. Die DevOpsCon 2016 läuft noch bis zum Donnerstag, 10. Dezember. JAXenter berichtet live vor Ort.

 

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Hartmut Schlosser
Hartmut Schlosser
Content-Stratege, IT-Redakteur, Storyteller – als Online-Teamlead bei S&S Media ist Hartmut Schlosser immer auf der Suche nach der Geschichte hinter der News. SEO und KPIs isst er zum Frühstück. Satt machen ihn kreative Aktionen, die den Leser bewegen. @hschlosser
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