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Prometheus 2.15 ist da: Performance-Schub und neuer Endpunkt für das API

Katharina Degenmann

© Shutterstock/PanyaStudio

Das Monitoring-Tool Prometheus ist in Version 2.15 erschienen und bringt vor allem Verbesserungen bei der Performance mit, wofür fleißig an der Zeitreihen-Datenbank geschraubt wurde. Zudem wurde dem Projekt ein neuer Endpunkt spendiert, der Metadaten für eine bestimmte Metrik bereitstellt.

2018 machte Prometheus seinen Abschluss als zweites Projekt bei der Cloud Native Computing Foundation (CNCF) – direkt nach Kubernetes. Seitdem wurde weiter fleißig am Monitoring-Tool gearbeitet. Nun hat Prometheus 2.15 das Licht der Welt erblickt.

Neuer Endpunkt für das API

Das einzige neue Feature in Prometheus 2.15 ist ein neu hinzugefügter Endpunkt. Genauer gesagt, wird ein neuer Abfrageparameter am neuen api/v1/Metadaten-Endpunkt hinzugefügt, der Metadaten für eine bestimmte Metrik über die V1-API bereitstellt. Genau wie bei api/v1/target/metadata stehen die Metadaten aber nur während des Lebenszyklus des angehängten Targets zur Verfügung.

Time series database layer (TSDB)

Die meisten Änderungen von Prometheus 2.15 finden sich allerdings in der Zeitreihen-Datenbankschicht, genannt time series database layer (TSDB). Diese verwendet nun die WAL-Größe für die größenbasierte Retentionsberechnung und dekodiert WAL-Datensätze in einer separaten Routine, um die Latenzzeit bei Wiedergaben zu reduzieren. Außerdem verfügt die TSDB nun über einen geringeren Speicherbedarf der geladenen TSDB-Blöcke und während des Verdichtungsprozesses.

PromQL und mehr

Da die Performance eindeutig ein wichtiges Thema ist, haben die Warteschlangen jetzt einen prometheus_remote_storage_sent_bytes_total-Zähler. Dieser soll helfen, die von Remote-Schreibvorgängen verwendete Bandbreite zu verfolgen.

PromQL, die Abfragesprache von Prometheus, hat seinen Parser überarbeitet, so dass keine Zeit mehr beim Erstellen von Goroutinen und dem Synchronisieren verloren gehen sollte. Überdies verwendet das Tool nun einen Slice-basierten Puffer anstelle des früheren, Channel-basierten Ansatzes. Zudem akzeptiert PromQL ab sofort auch Leerzeichen nach einer öffnenden eckigen Klammer in Unterabfragen für Zeitbereiche.

Weitere Neuerungen

Neben den zahlreichen Änderungen wurden natürlich auch einige Bugs gefixt. So sollte die Konfiguration des Alertmanager nun keine Targets mehr verpassen – selbst bei ähnlichen Konfigurationen. Zudem soll das Targetmetadaten-API gemäß der Spezifikation funktionieren.

Ein vollständiger Überblick aller Neuerungen von Prometheus 2.5 findet sich auf GitHub.

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Katharina Degenmann
Katharina Degenmann
Katharina ist hauptberuflich hilfsbereite Online- und Print-Redakteurin sowie Bücher- und Filme-Junkie. Nebenbei ist sie Möchtegern-Schriftstellerin, die heimlich hofft, eines Tages ihr Geld als Kaffee-Testerin zu verdienen. Seit Februar 2018 arbeitet sie als Redakteurin bei der Software & Support Media GmbH, davor hat sie Politikwissenschaft und Philosophie studiert.
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