Die Qual der Wahl

DevOps & Storage: Die richtige Plattform ist essenziell für den Erfolg

Chris Colotti

© Shutterstock.com / Tommy Lee Walker

Unternehmen, die DevOps betreiben wollen, stehen zu Beginn oft vor dem Problem, die hohen Anforderungen des Modells nicht erfüllen zu können. Für eine erfolgreiche Implementierung von DevOps benötigen die beteiligten Teams nicht nur die richtige Infrastruktur, sondern auch die passenden Werkzeuge. Beides zusammen gewährleistet Effizienz und maximale Leistung der IT. Mittlerweile hat sich DevOps auch im Storagebereich als eine Schlüsselfunktion herausgestellt, was bei der Umsetzung von Projekten unter Umständen Probleme aufwerfen kann. Daher ist ein erster notwendiger Schritt für Unternehmen, zu Beginn eines Projektes zu klären, ob sich ihr Storage überhaupt für DevOps eignet.

Bei allem Segen schafft die zunehmende Virtualisierung auch zunehmend Probleme für die IT. Denn oft eignen sich traditionelle, bestehende Infrastrukturen nicht optimal für eine virtualisierte Welt, in der sich alles nicht mehr nur um „Daten“, sondern um Anwendungen dreht. Es überrascht daher wenig, dass sich parallel zu Virtualisierung und Cloud-Computing DevOps-Praktiken entwickeln konnten, die die Entwicklungsprozesse der Anwendungen verschlanken, beschleunigen und verbessern sollen. Leider eignen sich herkömmliche Infrastrukturen genauso wenig für DevOps wie für Virtualisierung und Cloud-Computing. Die Wahl der richtigen Plattform kommt daher eine zentrale Bedeutung zu. Denn nur mit der geeigneten Plattform können Unternehmen die Vorteile dieser neuen Technologien nutzen. Wie sollte also eine Storage-Plattform aufgebaut sein, die sich für Virtualisierung, Cloud-Computing und DevOps eignet?

Entwickler benötigen einige wichtige Eckpfeiler als Fundament, um Anwendungen schnell und effektiv programmieren zu können. Sie benötigen aktuelle Daten, schnelle Updates und Tests neuer Anwendungen, kurze Release-Zyklen, schnellere Integrationstests und kurze Wiederherstellungszeiten. Traditionelle Speicherplattformen können diese Merkmale im Allgemeinen nicht bieten.

Die richtige Speicherplattform für das DevOps-Modell

Ein geeignetes Speichersystem muss folgende Funktionen bieten:

  1. Verwaltung der Datenkopiervorgänge (Copy-Datamanagement)
  2. Effektive Datensicherung
  3. Schnelle Notfallwiederherstellung
  4. Einstellung von Quality of Service (QoS) und Leistungsgarantien
  5. Einfache Überwachung und Fehlerbehebung
  6. Möglichkeit zur Automatisierung

Verwaltung der Datenkopiervorgänge

Das Problem mit der Verwaltung der Datenkopiervorgänge im DevOps-Bereich liegt in der grundsätzlich zeitaufwendigen Aktualisierung der Test- und Entwicklungsumgebungen. Zudem verlangen die Testzyklen eine schnelle Datensynchronisation mit möglichen Hunderten von Servern. Daher wird ein System benötigt, das dem DevOps-Team stets aktuelle virtuelle Kopien zur Verfügung stellt, eine physische Datenduplizierung überflüssig macht, die Speichersysteme aus der Produktion entlastet und die Performance der Anwendungen gewährleistet. Moderne Speichersysteme in Verbindung mit zukunftsweisender Software können Datenkopien durch Snapshots, Klone und Replikation erstellen. Und sie können diese Technologien dazu nutzen, die Entwicklungsumgebung im Fehlerfall oder bei Datenkorruption zu schützen und zu verwalten.

Einstellung von Quality of Service (QoS) und Leistungsgarantien

Bei der Einführung des DevOps-Modells spielen QoS und Performance-Garantien eine wichtige Rolle. Die Quality of Service (QoS) hängt letztlich davon ab, wie gut ein Speichersystem die nötige Leistung für verschiedene Workloads zuordnen kann. Organisationen sollten in der Lage sein, minimale und maximale IOPS- und Bandbreitenwerte festzulegen. Durch die höhere Performance von All-Flash-Speichersystemen und QoS-Vorgaben lässt sich das DevOps-Modell auf derselben Plattform wie die Produktion betreiben. Das erleichtert den Zugriff auf die Produktionsdaten und reduziert gleichzeitig den Speicherbedarf.

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Einfache Überwachung und Fehlerbehebung

Wer Daten mit der für DevOps nötigen Geschwindigkeit bereitstellen will, muss in der Lage sein, seine Infrastruktur zu überwachen und Probleme oder Fehlkonfigurationen schnell zu berichtigen. Weitere wichtige Attribute sind eine kontinuierliche Überwachung, eine durchgängige Transparenz über den gesamten IT-Stack hinweg, prädiktive Analysen, die Integration in andere Monitoring-Tools und die Überwachung auf VM-Ebene. Das vermittelt die nötigen Erkenntnisse und Daten für fundierte Entscheidungen in der DevOps-Umgebung.

Wichtig ist zudem, dass die Speicherplattform die Möglichkeit bietet, die IT-Infrastruktur programmgesteuert bereitzustellen und zu administrieren. Durch eine verstärkte Automatisierung können Unternehmen ihre Umgebungen nach Bedarf erstellen und wieder vom Netz nehmen, Snapshots und Klone als Teil der täglichen Arbeitsabläufe anfertigen und Fehlerquellen aus der manuellen oder interaktiven Konfiguration ausschließen.

Argumente für schnellen VM-Aware-Storage

Die Implementierung eines Speichersystems, das die Anforderungen einer einfachen, flexiblen und automatisierten Unternehmensinfrastruktur erfüllen kann, bringt viele Vorteile für das Unternehmen und die DevOps-Umgebung mit sich. VM-Aware-Storage macht LUNs und Volumes überflüssig und ermöglicht die Arbeit auf VM- und Container-Ebene. Mit sauberen REST APIs lassen sich Verbindungen zwischen All-Flash-Speichersystemen, Rechnern, Netzwerken und anderen Komponenten der Cloud herstellen und über die gesamte Infrastruktur hinweg gemeinsam nutzen.

Möglichkeit zur Automatisierung

Der Einsatz von VM-Aware Storage beschleunigt Test und Entwicklung von Applikationen. Was bislang Tage oder Wochen gedauert hat, schrumpft auf wenige Minuten zusammen. Ein weiterer wichtiger Beschleunigungsfaktor ist die Beibehaltung von individuellen Einstellungen und die Automatisierung anhand der APIs. Das entbindet von der Notwendigkeit, die gesamte Umgebung nach jeder Datenaktualisierung neu zu erstellen, und verkürzt die Release-Zyklen und die Integrationstests.

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Daten mit DevOps-Geschwindigkeit

Da sich die Infrastrukturen der Unternehmen verstärkt in Richtung einer Kombination aus virtueller und physischer, lokaler und cloudbasierter IT bewegen, müssen die Speicherplattformen über physische und virtuelle Umgebungen hinweg nahtlos funktionieren. In gut konzipierten DevOps-Umgebungen werden diese Ziele erreicht, ohne Bedenken haben zu müssen hinsichtlich Leistung, Skalierbarkeit, Administrierbarkeit, Ausfallsicherheit und Flexibilität.

Das Speichersystem, das die Grundlage für die IT-Infrastruktur bildet, muss Unternehmen dabei unterstützen, die Agilität der Public Cloud ins Rechenzentrum zu holen und gleichzeitig die Administration der Unternehmensanwendungen und der cloudbasierten Anwendungen zu vereinfachen. VM-Aware-Storage stellt Daten in der nötigen QoS für das DevOps-Modell bereit. Unternehmen, die auf das DevOps-Modell setzen, können es sich nicht leisten, an langsamen Speichersystemen festzuhalten.

Geschrieben von
Chris Colotti

Chris Colotti ist Field CTO bei Tintri und verbringt einen Großteil seiner Zeit damit gemeinsam mit Kunden und Partnern Use Case-Architekturen für Tintri-Produkte und -Services zu entwickeln. Colotti ist in der VMware User Group (VMUG) Community aktiv und spricht auf vielen VMUG-Veranstaltungen. Bevor er zu Tintri kam, arbeitete er fast ein Jahrzehnt bei VMware als Principal Architect.

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