DevOps in der echten Welt - Teil 8

DevOps mal ganz praktisch: Kollaborative Zusammenarbeit ist nur in einem Umfeld möglich, das Fehler erlaubt

Redaktion JAXenter

(c) Shutterstock / Artishok

In der Serie “DevOps mal ganz praktisch” geben Experten ihre Praxis-Erfahrungen bei der Umsetzung von DevOps-Prinzipien weiter. Heute: Georg Öttl von Infonova.

JAXenter: Beginnen wir einmal rein organisatorisch. Wie ist bei euch die Zusammenarbeit zwischen Devs und Ops organisiert?

Georg Öttl: Es gibt zwei Devs und eine Ops-Abteilung. Alle drei Abteilungen sind organisatorisch voneinander getrennt.

JAXenter: Wie ist üblicherweise die Team-Struktur in eurer IT?

Georg Öttl: Üblicherweise haben Entwicklungsteams eine Größe von drei bis sieben Entwicklern. Es gibt einen Scrum Master pro Team oder einen geteilten Scrum Master für mehrere Teams. Das selbe gilt für Product Owner oder Projektleiter, nur eben auf Projektebene. Bei den Operation-Teams gibt es eine klare Einteilung von Teamleiter und Architekt pro Team, dafür gibt es in der Summe weniger Teams.

JAXenter: Wie autonom können diese Teams agieren?

Georg Öttl: Wie stark die Teams selbständig arbeiten und handeln können, hängt definitiv von dem Projektleiter, dem Teamleiter und der Abteilung ab, in der sie aufgehängt sind. Es ist aber auf jeden Fall in jedem Umfeld möglich, eigene Entscheidungen zu treffen, die dem DevOps-Gedanken entsprechen.

JAXenter: Irgendwie geht es bei DevOps ja um den Geist der Zusammenarbeit, Experimentalkultur, Agilität, Mitarbeiterzufriedenheit. Was kann ein Unternehmen tun, um diese Dinge zu fördern?

Georg Öttl: Experimentalkultur, Agilität und kollaborative Zusammenarbeit im Allgemeinen sind nur in einem Umfeld möglich, in dem es erlaubt ist Fehler zu machen. In einem Umfeld, in dem Lösungen belohnt werden und ein hohes Maß an Eigenverantwortung gelebt wird.

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Bitte vervollständige die folgenden Sätze:

DevOps-Erfahrungen aus meiner Praxis

Meiner Erfahrung nach arbeiten Devs und Ops am besten zusammen, wenn….

… risikoarme Deployments in ein Live-System sowohl für Devs als auch für Ops möglich sind.

Das größte Hindernis für DevOps ist meiner Erfahrung nach…

… beibehalten des klassischen Wasserfallmodells unter dem DevOps-Logo.

Was die Mitarbeiterzufriedenheit am meisten fördert, ist…

… wenn neue Ideen umgesetzt werden können und das als Leistung anerkannt wird.

Der Vorteil autonom arbeitender Teams liegt darin, dass…

… es eigentlich per se kein Vorteil ist.

Wichtig für eine positive Unternehmenskultur ist, ….

… dass das Management seine Entscheidungen transparent hält und dass es eine Vision gibt, die der Großteil mitträgt.

Gregor-OettlGeorg Öttl ist Informationstechnologie-Profi mit agilem Softwareentwicklungs-Portfolio. Bisherige thematische Berufsschwerpunkte liegen in den Domänen Business-Support-Systeme, Knowledge Discovery Services und IT-Security. Georg Öttl ist DevOps-Teamleiter bei Infonova.

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