Der Weg in die agile Softwareentwicklung

Schritt 3: Unternehmensweites Rollout

Die dritte Phase fokussiert die unternehmensweite Kommunikation unter agilen Projekten, das Management und die interne Organisation, so dass große Projekte mit mehreren agilen Teams zum Erfolg geführt werden können. Dabei ist es unvermeidbar, dass sich das Management mit organisatorischen Themen auseinander setzt, beispielsweise der internen Kompensation der Dienstleistungen, die Verantwortlichkeiten, etc. Solche Themen sind typischerweise schwer zu lösen und brauchen viel Geduld sowie politisches Geschick.

Projekte, die sich in dieser Phase befinden, sind teuer, wichtig und mit potentiellem Risiko behaftet. Dabei können Projekte so ineinander verschachtelt werden, dass ein Projekt ein Unterprojekt eines anderen wird und viele Abhängigkeiten vorhanden sind. Deswegen dauert diese Phase entsprechend länger als die ersten beiden Einführungsphasen. Zeitlich gesehen kann sich diese Phase über mehrere Jahre strecken, wobei die anderen Phasen maximal ein Jahr andauern dürften.

In der dritten Phase sind folgende Aktivitäten zu unternehmen bzw. folgende Fragen zu beantworten:

  • Unterstützung der internen Kommunikation bezogen auf agile Methoden
    • Welche Kommunikationswege eignen sich am besten dafür?
    • Sollte man ein internes Agile-Forum einrichten oder reicht ein E-Mail-Verteiler vollkommen aus?
  • Integration der Agilität in die Personalplanungsprozesse
    • Wie ist der Skill-Set der neuen Mitarbeiter an die Agilität anzupassen?
    • Haben die Gruppenmitarbeiter einen Anspruch mitzuentscheiden, wenn es um die Struktur und die Dynamik der Gruppe geht?
    • Müssen die Kompensationsmodelle für Mitarbeiter angepasst werden?
  • Erstellung der Parametrisierung für große agile Projekte
    • Welche Eigenschaften eines Projekt qualifizieren es, ein „großes“ Projekt zu sein, und wie sind solche in Unterprojekte zu zerlegen?
    • Sind bei solchen großen Projekten zusätzliche finanzielle Aspekte zu beachten?
    • Wer trägt die Verantwortung in solchen Projekten, sind es mehrere Personen oder sollte es eine zentrale Instanz geben?
Zusammenfassung

Dieser Artikel entstand als Teil einer Untersuchung, die das Ziel verfolgte, interne Softwareentwicklungsprozesse zu verbessern. Es ist eine Sammlung der Ideen aus vorhandener Literatur vermischt mit Erfahrungen aus dem Tagesbetrieb und verschiedenen Projekten, abgebildet auf die interne Bedürfnisse.

Ich hoffe, mit diesem Artikel bei den Lesern den Gedankenfluss in Richtung Agilität angestoßen zu haben und freue mich auf ein reges Feedback.

Jasmin Dzaferovic ist als IT-Berater bei der Union IT Services GmbH in Frankfurt im Bereich Investment-Prozesse, Marktdaten tätig. Sein Fokus liegt auf Java-Technologien und Agilität.
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